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PC-Games: Mit No Man‘s Sky das Universum erobern

Dean Evans Technology Writer Twitter

Es gehört sicherlich zu den beliebtesten PC-Games des Jahres. In No Man‘s Sky geht es darum, Galaxien zu entdecken, Handel zu treiben und zu kämpfen.

Das ist No Man‘s Sky: Eine schier unendliche Anzahl an Planeten, die erforscht werden können. Einige davon wunderschön und üppig bewachsen, andere hingegen wüst und verlassen. Dazwischen Abertausende Raumfahrzeuge, von denen einige ziemlich bizarr aussehen. Der sphärische Synthesizer-Soundtrack, der von den britischen Electro-Rockern 65daysofstatic stammt. Und nicht zuletzt die Tatsache, dass ein Fan über 1.000 Euro dafür bezahlt hat, um bereits vor der Veröffentlichung an eine illegale Kopie zu gelangen und das Spiel als Erster zu spielen.

Was den Hype und die Spannung im Vorfeld der Veröffentlichung anbelangt, kann No Man‘s Sky getrost als das größte PC-Game des Jahres bezeichnet werden. Und in einer Hinsicht ist es sogar ganz sicher das größte Spiel des Jahres: in seiner Spieldimension. In letzter Zeit wurde einige enorm große Spielwelten vorgestellt. So ist zum Beispiel die von Atomwaffen zerstörte Boston-Karte in Fallout 4 Angaben zufolge über 111 Quadratkilometer groß. Die Welt von Just Cause 3 erstreckt sich auf eine Inselkette, die gut 1.000 Quadratkilometer misst.

Die Welt des PC-Games Just Cause 3 ist auf einer 1.000 Quadratkilometer großen Inselkette angesiedelt.
Die Welt des PC-Games Just Cause 3 ist auf einer 1.000 Quadratkilometer großen Inselkette angesiedelt.

 

PC-Games mit beeindruckenden Ausmassen

Das alte Rennspiel Fuel von Codemasters hat eine spielbare Welt von über‪ 14.400 Quadratkilometern. Diese Ausmaße wären bereits äußerst beeindruckend,‬‬ wäre da nicht The Elder Scrolls II: Daggerfall. Die Karte dieses beliebten Spiels erstreckt sich auf über 160.000 Quadratkilometer, die von Städten, Dörfern und Verliesen übersät sind.

Angesichts dessen wäre bereits die Simulation eines ganzen Planeten eine eindrucksvolle Steigerung. Immerhin hat unsere Erde eine Oberfläche von rund 510 Millionen Quadratkilometern. Doch No Man‘s Sky sprengt alle Dimensionen: Das Open-World-Game simuliert über 18 Trillionen Planeten. Dazu gehören feuchte Dschungellandschaften mit purpurfarbenem Gras und fleischfressenden Pflanzen, dunkle Monde, die von biolumineszierenden Pilzen erleuchtet werden und fremdartige Steppen, auf die ununterbrochen toxischer Regen niedergeht, der Weltraumanzüge schmelzen lässt.

Darüber hinaus befinden sich diese Planeten in einer Kette von Galaxien, die schätzungsweise etwa 80.000 Lichtjahre umfasst. Um die Relationen zu verdeutlichen: Ein Lichtjahr entspricht etwa 9,5 Billionen Kilometern. Aussagen des Entwicklerstudios Hello Games zufolge ist No Man‘s Sky so groß, dass ein Spieler, der auf jedem Planeten nur eine Sekunde verbringt, fünf Milliarden Jahre benötigen würde, um alle Planeten zu sehen.

von algorithmen erschaffene welten

Doch wie kreiert ein kleines Indie-Games-Studio ein solches Universum? Mit Sicherheit nicht von Hand. Stattdessen bediente sich Hello Games einer Reihe von Algorithmen, um jeden einzelnen Berg und Ozean, jede Wolke, jeden Baum, jede Höhle und jeden Felsen, ja sogar jeden Vogel, jede Eidechse, jedes Säugetier und jeden riesigen Weltraumdinosaurier zu kreieren. Diese Systeme sind in der Lage, beinahe unbegrenzt viele planetare Variationen zu erschaffen. Und nicht einmal die Erfinder des PC-Games wissen, was jeden einzelnen Spieler erwartet.

In No Man‘s Sky wird jeder Spieler Planeten sehen, die kein anderer je erblicken wird.
In No Man‘s Sky wird jeder Spieler Planeten sehen, die kein anderer je erblicken wird.

Von daher bietet No Man‘s Sky einen besonders verlockenden Anreiz. In einem Universum von derart schwindelerregenden Ausmaßen wird jeder Spieler interstellare Umgebungen erblicken, die kein anderer je sehen wird. Jeder Weltraumentdecker startet auf einem anderen Planeten und muss einzigartige Herausforderungen meistern, um zu überleben. Die Entdeckungsreise könnte zum Beispiel auf einem eiskalten Mond beginnen. Ein anderer Spieler könnte in einer limonengrünen, von radioaktiver Strahlung verseuchten Höllenwelt erwachen. Zudem gibt es keinen einheitlichen Handlungsablauf. Jeder Spieler durchlebt sein ganz individuelles Abenteuer.

open-world-Ansatz erfordert hohe Prozessorleistung

Damit bietet das Spiel eine willkommene Abwechslung zu den oft explizit codierten und begrenzten Spielwelten, in denen alle Spieler bislang dieselben Schlüsselmomente durchlebten. Aber der flexible Open-World- oder Sandbox-Ansatz erfordert natürlich einen leistungsstarken PC. Er sollte mindestens über einen Intel Core i3 Prozessor verfügen, ein i5 oder i7 liefert natürlich ein noch besseres Erlebnis. Denn die für den Aufbau der Planeten verwendeten komplexen Algorithmen verlangen dem Prozessor alles ab.

In No Man‘s Sky müssen Spieler nicht nur kämpfen, sondern auch Ressourcen sammeln und Handel treiben.
In No Man‘s Sky müssen Spieler nicht nur kämpfen, sondern auch Ressourcen sammeln und Handel treiben.

Aber Größe ist natürlich nicht alles und eine umfangreiche Spielkarte ist noch kein Garant für ein besseres Spiel. No Man‘s Sky könnte sich dennoch als Meilenstein der Gaming-Geschichte erweisen – mit einem Open-World-Ansatz, der die Faszination von Minecraft nachahmt, und einem offenen Design, das weder durch Level, noch durch unsichtbare Kartengrenzen oder lineare Missionen eingeschränkt ist. Letztendlich entwickelt sich der Weg zu den Sternen für jeden Reisenden zu dem, was er daraus macht. Für einige Weltraumentdecker wird dies sicherlich der spannendste Aspekt des PC-Games sein.

Hier gibt es weitere Gaming-Ressourcen von Intel.

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