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Scoop: Kinofilme als Home-Preview für Testzuschauer

Hans-Martin Durst Autor, Hemd & Hoodie

Der kostenlose Streamingdienst Scoop ermöglicht es, unveröffentlichte Filme anzusehen und deren endgültige Form durch Bewertungen zu beeinflussen.

Die Rückreise auf seinen Heimatplaneten hat E.T. nicht nur der Hilfe seines Freunds Elliott, sondern auch dem Eingreifen eines Testpublikums zu verdanken. In der ursprünglichen Version des Films sollte der kleine Außerirdische nämlich sterben, was den Teilnehmern der Testvorführung gar nicht gefiel. Auch Richard Gere hätte ohne Zuschauerprotest niemals seine Pretty Woman in die Arme schließen können. Damit jeder selbst vom heimischen Sofa aus dafür sorgen kann, dass Filme ein passendes Ende erhalten, gibt es nun Scoop.

Der kostenlose Streamingdienst ermöglicht es, unveröffentlichte Filme und TV-Produktionen anzuschauen sowie deren endgültige Form zu beeinflussen. Das funktioniert mittels eines Bewertungsbogens, den die Nutzer nach Ende des Streams ausfüllen. Dabei ist kein falsches Lob, sondern eine ehrliche Meinung gefragt. Auf diese Weise erhalten die verantwortlichen Produzenten und Regisseure ein klares Bild davon, an welchen Stellen Änderungen nötig sind.

Scoop berücksichtigt individuelle Vorlieben

Die Anmeldung bei Scoop erfolgt schnell und unkompliziert über die Webseite des Diensts. Neben persönlichen Daten müssen die Nutzer dabei lediglich angeben, wie oft sie ins Kino gehen und wie häufig sie welche Streamingdienste in Anspruch nehmen. Danach erhalten sie per E-Mail Einladungen für Testvorführungen vor dem heimischen Bildschirm. Damit Horrorfilm-Liebhabern nicht ständig Romanzen vorgeschlagen werden, lassen sich bei der Registrierung die bevorzugten Genres angeben.

Mit Scoop lassen sich unveröffentlichte Filme von der heimischen Couch aus testen.
Mit Scoop lassen sich unveröffentlichte Filme von der heimischen Couch aus testen.

Sollte das auf Filmtests spezialisierte Unternehmen Indee mit Scoop Erfolg haben, könnten Probevorführungen in Zukunft immer zu Hause stattfinden. Das für die Anmietung eines Kinosaals gesparte Budget ließe sich dann beispielsweise zusätzlich in den Film investieren. Außerdem wäre mit Scoop die Einbindung von Webcams möglich, die während der gesamten Vorführung die Mimik der Zuschauer analysieren. Dann könnte schon ein leichtes Zusammenkneifen der Augen darüber entscheiden, ob der Filmheld am Schluss wieder nach Hause kommt – oder nicht.

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