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Aston Martin RapidE: James Bond fährt bald elektrisch

Mit dem RapidE entwickelt Aston Martin zum ersten Mal einen Sportwagen, der neben klassischem Design und Leistungsfähigkeit einen Elektromotor bietet.

Schwer vorstellbar, dass Leinwandheld James Bond bei seinen Verfolgungsjagden künftig vielleicht ohne röhrenden Motor auskommen muss. Doch der britische Sportwagenhersteller Aston Martin, der traditionell das Dienstfahrzeug des fiktionalen Geheimagenten baut, hat für 2019 sein erstes Elektroauto angekündigt. Zahm dürfte der RapidE aber trotz seines lautlosen Auftritts nicht ausfallen. Dafür werden laut Fachpresse zwei Elektromotoren sorgen, die gemeinsam über rund 1.000 PS verfügen und den Wagen auf eine Höchstgeschwindigkeit von 250 Kilometer pro Stunde beschleunigen können.

Unterstützt von einem Allradantrieb wird die Reichweite des RapidE voraussichtlich bei 320 Kilometern liegen. Weil der Viertürer vorerst auf nur 155 Modelle limitiert sein wird, hat Aston Martin kein komplett neues Design entwickelt. Stattdessen baut der RapidE auf der V12-Sportlimousine Rapide AMR Concept auf. Um darin Akkus einbauen zu können, ohne das Gewicht des Wagens maßgeblich zu erhöhen, wurde das herkömmliche Chassis durch ein leichteres Exemplar aus Aluminium ausgetauscht. Bei der Umsetzung des Elektroantriebs arbeitet Aston Martin mit dem Unternehmen Williams Advanced Engineering zusammen, das unter anderem Akkus für die Formel E konstruiert.

RapidE als Vorreiter einer neuen Aston-Martin-Generation

Mit seiner Neuentwicklung tritt der britische Sportwagenhersteller gegen die wachsende Konkurrenz durch andere elektrische Luxuswagen an. So kommt der RapidE gleichzeitig mit der Elektro-Sportlimousine Mission E von Porsche auf den Markt. Auch der Vergleich mit Teslas Model S liegt nahe. Ob der Wagen aber potenzielle Tesla-Käufer umstimmen kann, bleibt angesichts eines voraussichtlichen Preises von rund 270.000 Euro fraglich.

Der RapidE bringt klassisches Aston-Martin-Design mit einem Elektroantrieb zusammen.
Der RapidE bringt klassisches Aston-Martin-Design mit einem Elektroantrieb zusammen. Bild: RapidE – Aston Martin

Doch neben dem exklusiven RapidE will Aston Martin künftig weitere E-Modelle entwickeln. Grund dafür könnten unter anderem drohende Sanktionen von EU- und US-Behörden sein, da der Hersteller bislang keine emissionsarmen oder -freien Wagen im Angebot hat. Der RapidE ist daher ein erster Schritt, um die Umweltbilanz des Unternehmens zu verbessern. Das bedeutet aber nicht, dass die klassischen V8- und V12-Verbrennungsmotoren in den kommenden Jahren aus dem Programm verschwinden, verspricht Aston-Martin-Geschäftsführer Andrew Palmer. So schnell wird James Bond  also nicht auf einen röhrenden Motor verzichten müssen.

Cover-Foto: RapidE – Aston Martin – (Montage)

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