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Bis zu 125 Stunden: So viel Zeit sparen smarte Städte ihren Einwohnern

Nicolas Meudt Autor, Hemd & Hoodie

Eine aktuelle Studie zeigt, wie Städte und ihre Einwohner durch den Einsatz moderner Technologien und optimierter Prozesse profitieren können.

Einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge sollen bis zum Jahr 2050 mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung in dicht bevölkerten Städten leben. Dies entspräche einem Zuwachs von 2,5 Milliarden Menschen in urbanen Ballungsräumen im Vergleich zu heute. Damit einher geht zwangsläufig eine Manifestation aktueller Probleme wie Staus, Luftverschmutzung und sinkende Lebensqualität – vielleicht aber auch nicht. Denn eine aktuelle Studie von Intel und Juniper Research hat untersucht, wie sogenannte Smart Cities den mit ihren Millionen von Einwohnern einhergehenden Herausforderungen begegnen – und kommt dabei zu erstaunlichen Ergebnissen.

Analysiert wurden die derzeit 20 “intelligentesten” Städte der Welt – darunter auch die deutsche Hauptstadt Berlin – nach den Schlüsselfaktoren Mobilität, Gesundheit, öffentliche Sicherheit und Produktivität. Dabei stand vor allem die Frage im Fokus, inwiefern über Sensoren vernetzte städtische Infrastrukturen positive Auswirkungen auf Effizienz, Zeitersparnis, sichere Straßen, digitale Verwaltungsservices sowie eine verbesserte Gesundheit der Einwohner haben. Das zentrale Ergebnis: Insgesamt könnten Smart Cities jedem Bewohner jährlich bis zu 125 Stunden Zeit sparen.

Inteligente Städte reduzieren Staus

Das größte Einsparungspotenzial sehen die Autoren der Studie demnach im Bereich der Mobilität, denn das signifikant erhöhte Verkehrsaufkommen ist eine der größten Herausforderungen der Urbanisierung. Bereits heute stehen den Forschern von Juniper Research zufolge Autofahrer in Großstädten durchschnittlich bis zu 70 Stunden pro Jahr im Stau. Durch ein vernetztes Verkehrssystem mit autonomen Fahrzeugen, intelligenten Ampeln und GPS-basierter Verkehrsführung könnten jedoch bis zu 60 Stunden Wegzeit entfallen. Hinzu kommt der wichtige Umweltaspekt: Die durch Fahrzeuge verursachte Luftverschmutzung – die aktuell für ungefähr drei Millionen Todesfälle im Jahr verantwortlich ist – ließe sich enorm reduzieren.

Intelligente Städte profitieren von einem vernetzten Verkehrssystem mit autonomen Fahrzeugen, intelligenten Ampeln und GPS-basierter Verkehrsführung.

Durch tragbare Messgeräte für zu Hause sowie telemedizinische Möglichkeiten lassen sich zudem Wartezeiten bei Ärzten auf ein Minimum reduzieren. Hiervon könnten vor allem ältere Patienten sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen profitieren. Ein positiver Nebeneffekt: Durch Standarddiagnosen bei einfachen Untersuchungen per Video bleibt den Medizinern mehr Zeit für komplexe Fälle, weshalb inzwischen auch die DAK eine Aufhebung des Fernbehandlungsverbotes in Deutschland fordert. Bis zu neun Stunden Wartezeit pro Einwohner könnten laut Studie so eingespart werden.

Analyse von Echtzeitdaten verbesssert Öffentliche Sicherheit

Auch die öffentliche Sicherheit sowie Notfallmaßnahmen lassen sich durch Erhebung und Auswertung von Echtzeitdaten enorm verbessern. Beispielsweise kann die Wahrscheinlichkeit eines Feuers oder eines Sturms berechnet werden, so dass Rettungs- und Ordnungskräfte entsprechend frühzeitig in Risikogebiete entsandt werden können. Das geschätzte Einsparpotenzial: 35 Stunden. Hinzu kommen eine prognostizierte Verringerung von Gewaltverbrechen um zehn Prozent sowie eine verbesserte Notfallreaktionszeit – unter anderem durch automatisiert gebildete Notfallgassen für Einsatzfahrzeuge – von 15 Prozent.

Intelligente Städte sparen ihren Einwohnern durch eine effiziente Verwaltung und bargeldlose Zahlungsvorgänge viele Stunden Zeit.

Auch der Produktivität sollen Smart Cities zuträglich sein. Der Untersuchung zufolge profitieren Bewohner beispielsweise durch Investitionen in flächendeckende Breitbandzugänge und neue Technologien für die Wirtschaft und Verwaltung. Allein durch die verkürzte Bearbeitungszeit administrativer Prozesse – von komplexen Fragen im Zusammenhang mit Unternehmensgründungen bis hin zu einfachen Dienstleistungen wie dem Ausstellen einer Meldebestätigung – ließen sich rund 21 Stunden einsparen. Im Einzelhandel könnten Einwohner zudem etwa durch digitale, bargeldlose Zahlungsvorgänge profitieren.

Die notwendigen Voraussetzungen für intelligente Städte schafft Intel mit seinem umfassenden Angebot an fortschrittlichen End-to-End-Lösungen für das Internet der Dinge. Ein Beispiel hierfür ist das auf Intel-Technologie basierende Bosch Micro-Climate Monitoring System. Es ermöglicht, Daten über die Luftqualität in Echtzeit zu analysieren, so dass Anwendungen entwickelt werden können, die langfristig positive Veränderungen in der städtischen Umwelt bewirken.

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