Technische Innovation

Dom zu Halberstadt: Drohnen fliegen historischem Bauwerk zu Hilfe

Nicolas Meudt Autor, Hemd & Hoodie

Von einer Intel Falcon 8+ Drohne gesammelte Daten ermöglichen eine effiziente und schonende Restauration des Doms zu Halberstadt.

Der Zahn der Zeit nagt an vielen historischen Bauwerken. So auch am Dom zu Halberstadt, dessen Bau im Jahr 1236 begann und 1491 abgeschlossen wurde. Um einen Überblick über seinen aktuellen Zustand zu gewinnen und notwendige Restaurationen in die Wege leiten zu können, sind regelmäßige Inspektionen der Bischofskirche unabdingbar. Bislang waren diese Untersuchungen allerdings sowohl zeitaufwändig als auch kostenintensiv, da sich beispielsweise zahlreiche Statuen in einer Höhe von mehreren Metern befinden. Zudem besteht bei einer traditionellen Bestandsaufnahme mit Leitern und Gerüsten immer die Gefahr, dass die zarten Farbpigmente von Kunstwerken beschädigt werden.

Auf der Suche nach einem neuen Lösungsansatz wandten sich die für die Restauration verantwortlichen Spezialisten der Bauhaus-Universität Weimar und der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt an Intel. Denn mit Flugdrohnen wie der Intel Falcon 8+ ist das Unternehmen technologisch führend auf dem Gebiet der Inspektion und Schadensbegutachtung aus der Luft. Das Ziel: Durch eine Reihe von In- und Outdoor-Flügen, die sowohl auf manuell gesteuerten als auch auf zuvor definierten Flugbahnen verlaufen, sollten die notwendigen Daten gesammelt werden, die für eine sinnvolle Planung der Restaurationsmaßnahmen notwendig waren. „So wird die Intel Falcon 8+ Drohne zu einer Erweiterung des Bewahrungsteams”, erklärt Anil Nanduri, Vice President und General Manager der Intel New Technology Group.

Schonende Bestandsaufnahme für den Dom zu Halberstadt

In einer Gesamtflugzeit von weniger als einer Stunde nahm das unbemannte Luftfahrzeug (englisch: unmanned aerial vehicle, UAV) nahezu 1.000 hochauflösende Fotos sowie zusätzliches Filmmaterial auf. Ein Großteil des Potenzials bei Inspektionen mit UAVs geht jedoch über das reine Sammeln der Bilder hinaus. Im Fall des Doms zu Halberstadt etwa wurden die Aufnahmen genutzt, um mit einer entsprechenden Software präzise 3D-Strukturmodelle zu generieren. Diese konnte das Team anschließend eingehend am Schreibtisch analysieren. Da eine gemeinsame und detaillierte Inspektion von Kulturdenkmälern unerlässlich ist, bevor mit den Restaurierungsarbeiten begonnen werden kann, stellt dieses Vorgehen eine enorme Arbeitserleichterung dar.

„Durch die Arbeit mit der Intel-Drohnentechnologie konnten wir zuvor nicht zugängliche Bereiche wie die Glockentürme der Kathedrale erreichen“, sagt Norman Hallermann von der Bauhaus-Universität Weimar. „Während wir gerade erst am Anfang dieses dreijährigen Projekts stehen, werden die Kosten, die durch die Durchführung dieser Inspektionen durch eine Drohne eingespart werden, bereits für weitere Konservierungsmaßnahmen eingesetzt”. Vom Einsatz der Intel Falcon 8+ Drohne können neben dem Dom zu Halberstadt also auch weitere historische Baudenkmäler profitieren.

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