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Dronesurfing: Der Wassersport-Trendanwärter für Leichtgewichte

Wer sich beim Dronesurfing von einem Oktokopter übers Wasser ziehen lassen möchte, benötigt ein geringes Körpergewicht und einen hohen Kontostand.

Kenner der Technikbranche sind sich sicher: Drohnen werden bald Teil unseres Alltags sein – ob als Paketlieferanten, Lebensretter, Industrie-Inspekteure oder Landvermesser. Im Rahmen von Filmproduktionen oder im Sport ermöglichen die rotorgetriebenen Luftfahrzeuge schon heute ungewöhnliche Kameraperspektiven und weichen dabei dank Intel-Technik sogar selbstständig Hindernissen aus. Die stetig steigende Tragkraft der Fluggeräte brachte den Kamerazubehörspezialisten Freefly Systems nun auf die Idee, Drohnen nicht nur zum Filmen, sondern auch als eine Art Beförderungsmittel einzusetzen. In einem Video präsentiert das Unternehmen aus der Nähe von Seattle seine Idee von der Zukunft des Wassersports: Dronesurfing.

Dabei sorgt der Surfer zunächst durch seinen Sprung aufs Wakeboard für den Startschub, um sich anschließend vom Oktokopter Freefly ALTA 8 übers Wasser ziehen zu lassen. Im Gegensatz zu handelsüblichen Drohnen ist der Alta 8 auf den Transport von bis zu 12 Kilogramm schweren Profi-Kameras ausgelegt und verfügt daher offenbar über die nötige Kraft, um den Surfer zu ziehen. Um richtig Fahrt aufzunehmen, sollten neben dem Gewicht des Surfers idealerweise auch Windstärke und Wellengang gering sein – weshalb es sich bei dieser Art des Wassersports streng genommen nicht um Surfen handelt.

Dronesurfing erfordert Pilot und grosses Budget

Während der Kiteboarder durch den Oktokopter einerseits nicht auf Wind angewiesen ist, um über das Wasser gleiten zu können, ist er andererseits vom Piloten abhängig. Denn im Gegensatz zum klassischen Lenkdrachen lässt sich die Drohne nicht mittels der Zugleinen steuern, sondern benötigt jemanden, der vom Ufer aus das Fliegen per Fernbedienung übernimmt. Eine Integration der Steuerelemente in die Lenkstange könnte dabei helfen, das Dronesurfing künftig populär zu machen. Momentan brauchen Interessenten dafür allerdings neben einem flachen Bauch noch ein dickes Portemonnaie, da der Alta 8 vom Hersteller für 17.495 US-Dollar (15.588 Euro) angeboten wird.

Laut dem Hersteller ermöglicht der Freefly ALTA 8 das Dronesurfing.
Laut dem Hersteller ermöglicht der Freefly ALTA 8 das Dronesurfing. Gif: Freefly (Montage)

Diejenigen, für die der Preis kein Hindernis darstellt, sollten beim Dronesurfing aber die Uhr im Blick behalten. Denn nach rund zehn Minuten ist der Akku leer und dann sollte sich die Drohne möglichst nicht über dem offenen Wasser befinden. Die meisten Facebook-Kommentatoren sind trotz dieser Einschränkungen begeistert. Allerdings mischen sich auch kritische Stimmen dazwischen, die das Video für eine zu Werbezwecken erstellte Fälschung halten. Ob dem so ist oder ob Dronesurfing tatsächlich funktioniert und das Zeug zum Trendsport hat, wird vielleicht schon der nächste Sommer zeigen.

Der Oktokopter von Freefly Systems hat eine Tragkraft von bis zu 12 Kilogramm.
Der Oktokopter von Freefly Systems hat eine Tragkraft von bis zu 12 Kilogramm. Bild: Freefly

 

 

Cover-Foto: Youtube – Freefly

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