Gesundheit

Eine Reise um die Welt zum Zwecke der Solidarität – verbunden mit der Cloud

Nach einem Unfall vor zwei Jahren saß Hugo Scagnetti aufgrund einer Knochennekrose für mehrere Monate im Rollstuhl. Er hatte sich damals selbst das Versprechen gegeben, eines Tages wieder laufen zu können und die Welt zu bereisen. Sein Ziel: die Bekanntmachung und Sammlung von Fördergeldern zur Unterstützung von Forschungszentren, die Gewebe bei Kindern mit Hilfe von Stammzellen zu regenerieren versuchen.

Das war die Geburtsstunde des Projekts „Globalrider 80“, einer Reise um die Welt auf einem mit dem Internet und der Cloud verbundenen Motorrad. Scagnetti konnte damit seine Inhalte in Echtzeit streamen, um seine Follower seine Abenteuer hautnah miterleben zu lassen. Unter dem Motto „Vorwärts ist der einzige Weg zurück“ sendete Scagnetti während seiner 80 Tage dauernden Reise Mulitmedia-Inhalte und Fahrzeugtelematikdaten wie Temperatur, Emissionen, Druck, Steigung, Beschleunigung und Standort.

Starke Partner für ein starkes Projekt

Um sein Versprechen halten zu können, zählte Scagnetti auf die Unterstützung seines Arbeitgebers Telefónica sowie weiterer Partner wie Yamaha, Beesion, Mapfre, Rukka, SanDisk, SW-Motech, Symantec und Telnet Ri. Weitere Zusammenarbeit fand mit Acens, Asus, CartoDB, Dynamic Line, Garmin, Iberia, Last Lap, Michelin, Parrot, Pegatin, Pléyade, Redverz, Sociograph Neuromarketing und thethings.iO statt. Intel engagiert sich für das Internet der Dinge und das wichtigste Ziel des Unternehmens besteht darin, die Welt mittels Technik zu einem besseren Ort zu machen. Aus diesem Grund wurde in Zusammenarbeit mit Telnet ein IoT-Gateway für das Projekt entwickelt.

Zweck dieses Gateways war es, Daten zu erfassen und sie über die globale M2M-Konnektivität an Telefónicas Cloud-Service zu senden, der auf einem Intel Atom E3845 Mikroprozessor basiert. Dieses am Motorrad befestigte IoT-Gateway ermöglichte die Aufzeichnung verschiedenster Fahrzeugdaten, einschließlich Geschwindigkeit, Beschleunigung und Kraftstoffverbrauch. Alle aufgezeichneten Daten wurden in ein Zeitreferenz- und GPS-Positionierungssystem eingespeist. Durch dieses System konnte jeder Besucher der Projekt-Website den Fortschritt des Abenteuers in Echtzeit entlang der gesamten Route verfolgen.

Mit königlichem Segen 

Mit diesen Informationen ließen sich das mechanische Verhalten und die Leistung des Motorrads, aber auch die vom Fahrer aufgebrachten Anstrengungen überwachen. Dazu wurden unter anderem seine Vitalparameter und Gemütsverfassung überwacht. So hatte Scagnetti beispielsweise kurz nach dem Start des „Globalrider 360“-Abenteuers einen Anruf von seiner Majestät König Felipe VI von Spanien erhalten, was – verständlicherweise – zu einem starken Ausschlag auf dem Dashboard führte.

 

Über das Gateway wurden außerdem Fotos und Videos aufgezeichnet und übermittelt, die von Scagnetti mit Smartphone, Kamera, 360-Grad-Action-Kamera und Drohne gemacht wurden. Später verwendete er diese Aufnahmen, um eine TV-Dokumentation zu erstellen, deren Einnahmen dem Zweck des Projekts zugutekamen. Dank diesem schwierigen Unterfangen konnte Scagnetti sein Versprechen einhalten: Alle im Rahmen des Projekts gesammelten Spenden kamen den Krankenhäusern La Paz und Puerta de Hierro-Majadahonda zugute, wo sie für die Stammzellentherapieforschung verwendet werden.

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