Fashion

Fashion Fusion: Deutsche Telekom startet Ideenwettbewerb für smarte Mode

Im Rahmen der Fashion Fusion Challenge sollen die besten Konzepte gefördert werden, in denen Hightech und Mode zu intelligenter Kleidung verschmelzen.

Von funktionalen Stoffen über smarte Accessoires bis hin zu futuristisch anmutenden Roben – die rasanten Entwicklungen im Technologiebereich werden auch für die Welt der Mode immer interessanter. Davon, dass unsere Kleidung schon bald vernetzt sein wird, ist auch Claudia Nemat, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG, überzeugt. „Was heute noch visionäre Konzepte sind, wird schon morgen in den Kleiderschränken der Menschen hängen.“

Auf der Suche nach zukunftsweisenden Konzepten hat der Telekommunikationskonzern daher jetzt den Ideenwettbewerb Fashion Fusion ins Leben gerufen, für den am vergangenen Mittwoch auf der Berlin Fashion Week offiziell der Startschuss fiel. Mit Unterstützung der Partner Intel, Wired und der Branchenplattform #Fashiontech Berlin sollen diejenigen Konzepte entdeckt und gefördert werden, die Technik und Mode am innovativsten miteinander verknüpfen. Junge Talente aus ganz Europa erhalten damit die Chance, ihre Ideen für Hightech-Kleidung, Wearables und digitale Lifestyleprodukte mit Hilfe von Experten zu verwirklichen.

Bluetooth-Schmuck und Tasche von Julia Danckwerth. Mantel mit Magnetkragen von Acronym. Bild: Deutsche Telekom
Bluetooth-Schmuck und Tasche von Julia Danckwerth. Mantel mit Magnetkragen von Acronym. Bild: Deutsche Telekom

 

die zukunft der mode ist smart

Bei einer Panel-Diskussion auf der Berliner Modewoche zum Thema „Unfolding the Future of Fashion and Technology“ stellten die Kooperationspartner den Wettbewerb vor und gaben einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der gesamten Branche: „Wir stehen am Anfang einer wunderbaren Technologie-Epoche, die Erlebnisse in den Mittelpunkt stellt“, freut sich Christin Eisenschmid, Vice President und General Manager von Intel Deutschland. Fashion Fusion sei ein großartiges Projekt, das Innovationen in der Modeindustrie anregt und die Entwicklung vernetzter und intelligenter Bekleidung fördert. „Intel und die Deutsche Telekom unterstützen diese Evolution in eine smarte und vernetzte Welt“, so Eisenschmid.

Auf der Modemesse Premium wurde die Fashion Fusion Challenge vorgestellt.
Auf der Modemesse Premium wurde die Fashion Fusion Challenge vorgestellt.

Auf dem Stand der Telekom konnten Fashion-Interessierte und potenzielle Challenge-Aspiranten einen ersten Eindruck davon gewinnen, in welche Richtung sich die Mode von morgen entwickeln kann: Zu den absoluten Highlights gehörte das Solar Shirt von Designerin Pauline van Dongen, das mit 120 hauchdünnen Solarzellen bestückt ist. Bei Sonnenschein kann das Oberteil dazu genutzt werden, ein Smartphone oder ein anderes USB-fähiges Device aufzuladen. Aber auch Bikerjacken aus dem 3D-Drucker und futuristische Mäntel wie der transparente Algae Coat von SteinRohner verschafften dem Publikum einen Ausblick darauf, wie sich unsere Kleidung in den nächsten Jahrzehnten verändern und welche zusätzlichen Funktionen sie übernehmen könnte.

Die Mode der Zukunft ist vernetzt.
Die Mode der Zukunft ist vernetzt.

 

startschuss für die fashion fusion

Nach der offiziellen Vorstellung der Challenge sind ab sofort alle Studenten, Berufseinsteiger und Start-ups aus den Bereichen Mode, Design und Technologie gefragt: Bis zum 1. August 2016 können sie ihre Ideen in den drei Kategorien “Connected Devices & Accessoires”, “Digitally Enhanced Fashion” und “Smart Services” einreichen. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist wählt die Jury, die sich aus namhaften Vertretern der Industrie zusammensetzt, die zehn besten Konzepte aus.

Im Rahmen der Fashion Fusion sollen innovative Konzepte für Hightech-Mode gefördert werden.
Im Rahmen der Fashion Fusion sollen innovative Konzepte für Hightech-Mode gefördert werden.

Als Auswahlkriterien sollen insbesondere Funktionalität, Nachhaltigkeit und Mehrwert im Fokus stehen: „Das können intelligente Uhren sein, Handtaschen mit solarbetriebener Ladefunktion oder Jacken, die im Winter auf eine bessere Wärmedämmung umschalten“, erklärt Lisa Lang, Smart Fashion-Produzentin und Kuratorin des Wettbewerbs. „Fashion Fusion fördert visionäre Ideen und Konzepte, die langfristig das Potenzial haben, sich auf dem Markt zu etablieren.“ Neben Lang gehören auch Anita Tillmann (Premium Exhibition), Dirk Schönberger (Adidas), Christin Eisenschmid (Intel Deutschland), Gesche Joost (Designforscherin) und Nikolaus Roettger (Chefredakteur WIRED) zur prominent besetzten Jury.

Rock und Top von Martijn van Strien. Schmuck von Lena Voutta. Mantel von Stutterheim. Bild: Deutsche Telekom
Rock und Top von Martijn van Strien. Schmuck von Lena Voutta. Mantel von Stutterheim. Bild: Deutsche Telekom

 

Dreimonatiger Workshop mit Experten

Die zehn Teams, die nach Auffassung der Juroren die innovativsten und zukunftsweisendsten Konzepte eingereicht haben, erhalten die Gelegenheit, diese im Rahmen des Fashion Fusion Lab weiterzuentwickeln. Während des dreimonatigen Workshops erhalten sie alle notwendigen Arbeitsmaterialien und können zudem auf wichtiges Expertenwissen sowie die tatkräftige Unterstützung von Spezialisten aus den Bereichen Mode und Technologie zurückgreifen. Ziel des Kreativ-Hubs ist es, dass alle Teams bis Mitte Dezember hochwertige, funktionsfähige Prototypen ihrer Konzepte produziert haben.

Die Jury besteht aus Experten aus Industrie, Medien, Forschung und Fashion.
Die Jury besteht aus Experten aus Industrie, Medien, Forschung und Fashion.

Ihren krönenden Abschluss soll die erste Fashion Fusion Challenge dann auf der Berlin Fashion Week im Januar 2017 finden. Dort werden alle Workshop-Teilnehmer ihre Modelle präsentieren, unter denen die Jury dann einen strahlenden Gewinner kürt. Dieses Team erhält ein Preisgeld von 20.000 Euro und die Möglichkeit, seine Kreation mit der Unterstützung der Deutschen Telekom und ihren Partnern bis zur Marktreife weiterzuentwickeln.

3D-gedruckte Bikerjacke, Minirock, Gamaschen und Keilplateaus von Maartje Dijkstra. Schwarze Lederjacke, Kapuzenshirt und Lederhose von tigha. Bild: Deutsche Telekom
3D-gedruckte Bikerjacke, Minirock, Gamaschen und Keilplateaus von Maartje Dijkstra. Schwarze Lederjacke, Kapuzenshirt und Lederhose von tigha. Bild: Deutsche Telekom

Der interdisziplinäre Wettbewerb ist jedoch nicht als einmaliges Projekt angelegt, sondern soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. Damit möchten die Kooperationspartner innovative Entwicklungen im Bereich Smart Fashion auf einer langfristigen Basis fördern und Impulse für die Mode von morgen liefern. Wer also noch etwas mehr Zeit benötigt, um seine Ideen auszuarbeiten, erhält im Sommer 2017 die nächste Chance, sich zu bewerben.

Weitere Informationen zur Telekom Fashion Fusion sind auf der Kampagnenseite und auf Twitter unter dem Hashtag #fashionfusion zu finden.

Cover-Foto: Deutsche Telekom – Fashion Fusion

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