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Final: Die flexible Kreditkarte für den digitalen Lifestyle

Marek Hoffmann Autor, Hemd & Hoodie

Mit der neuen Kreditkarte des US-Startups Final lassen sich beliebig viele virtuelle Zahlungsmittel erstellen und Online-Accounts damit leichter verwalten.

Amazon Prime, Netflix, Spotify – ein Großteil unserer Einkäufe tätigen wir heute im Internet. Dabei gehört die Kreditkarte zu den häufigsten und bequemsten Zahlungsmitteln. Doch sie birgt auch Nachteile: Geht die Karte verloren oder wird gestohlen, müssen die Daten in sämtlichen Accounts mühsam per Hand geändert werden. Zudem läuft in unserem hektischen Alltag so mancher nicht mehr genutzte Dienst einfach weiter, weil die Kündigung zu umständlich ist.

Um das eCommerce-Chaos des modernen Konsumenten zu bändigen, hat das amerikanische Startup Final eine innovative Lösung entwickelt: eine universelle Kreditkarte, mit der sich für jeden Account eine eigene virtuelle Karte erstellen lässt. In der dazugehörigen Smartphone-App hat der Nutzer all seine Konten simultan im Blick und kann bequem überprüfen, welche Beträge von welchem Dienst wann abgebucht werden.

eine virtuelle kreditkarte für jeden account

Die Verwaltung von digitalen Abonnements wird mit Final denkbar einfach. Die virtuellen Kreditkartendaten lassen sich für den betroffenen Account rasch ändern, wenn sie etwa aufgrund von Datendiebstahl nicht mehr sicher sind. Außerdem kann ein Zahlungsmittel einfach deaktiviert werden, wenn ein bestimmter Dienst keine Beträge mehr abbuchen soll. Überdies werden Abbuchungen auf Wunsch zu einer monatlichen Einmalzahlung zusammengefasst.

Final bietet die Kreditkarte für den digitalen Konsumenten.
Final bietet die Kreditkarte für den digitalen Konsumenten. Gif: Final (Montage)

Final passt sich von A bis Z den Gewohnheiten von Digital Natives an. Deshalb erfolgt der Kundensupport ausschließlich digital und auch der Kartenantrag kann nur online gestellt werden. Mit der Bestätigung, die der Neukunde kurz darauf per E-Mail erhält, kann er sofort virtuelle Konten auf der neuen Universalkarte anlegen. Zwar erhält er zusätzlich eine herkömmliche Plastikkreditkarte per Post – die aber sehr wahrscheinlich nicht oft zum Einsatz kommen wird.

Die Final-Kreditkarte ist bislang nur in den USA erhältlich.
Die Final-Kreditkarte ist bislang nur in den USA erhältlich. Bild: Final (Montage)

Wer zweifelt, ob er einem Startup sein Vermögen anvertrauen sollte, kann beruhigt sein. So gilt die neue Universalkarte aufgrund eines Lizenzabkommens überall dort, wo Visa-Karten akzeptiert werden. Zudem wird das firmeninterne Netzwerk durch kryptographische Signaturen, Multifaktor-Authentifizierung und viele weitere IT-Schutzmaßnahmen gegen Cyberkriminalität gesichert. Da das Unternehmen in Oakland sitzt, also in der kalifornischen Erdbebenzone, wurde eine „Desaster Discovery“ gleich mit eingeplant; mehrere geographisch verteilte Spiegelserver sichern die Kundendaten maximal ab.

auch unternehmen haben interesse

Zwei Jahre benötigte das Final-Team für die Entwicklung seines Produktes. Vom sechs Billionen schweren Kreditkartengeschäft mit US-Verbrauchern wird es laut Fachpresse voraussichtlich nur ein kleines Stück abbekommen. Jedoch scheinen auch Geschäftskunden an der bahnbrechenden Universalkarte interessiert zu sein, um mit ihrer Hilfe selbst leichter Kreditkarten auszustellen und zu verwalten.

Mit der Kreditkarte lassen sich Online-Accounts bequem verwalten.
Mit der Kreditkarte lassen sich Online-Accounts bequem verwalten. Bild: Final

Bisher hat Final vier Millionen US-Dollar Startkapital von namhaften Investoren erhalten. Auch das Medienecho in Technik- und Wirtschaftspublikationen war sehr positiv. Aktuell ist das neue Angebot nur in den USA erhältlich, auch wenn das Startup ein weltweites Angebot nicht ausschließt: „Gerne würden wir die Karten überall bereitstellen, aber das ist noch eine ganz andere Herausforderung.“

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