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Fisker Emotion: Elektrische Sport-Limousine mit Blitz-Akku

Nicolas Meudt Autor, Hemd & Hoodie

Der Fisker Emotion ist nicht nur optisch ein spektakuläres Elektroauto. Denn seine neue Batterietechnik soll rekordverdächtige Ladezeiten ermöglichen.

„Mit dem Emotion führen wir kantige, dramatische und emotional aufgeladene Designs und Proportionen ein – ergänzt durch technologische Innovationen, die uns in die Zukunft führen.“ Henrik Fisker ist stolz auf seine neueste Elektro-Limousine, den Fisker Emotion. Dem Designer ist ein sportlich-luxuriöses Meisterwerk gelungen, das zudem in Sachen Batterietechnik neue Maßstäbe setzen könnte.

Der Schlüssel dazu ist der „Feststoffelektrolyt-Akku“. An der neuartigen Festkörper-Batterietechnik („Solid State Akkus“) arbeiten derzeit viele Forscher, da sie für E-Autos die beiden größten Probleme lösen kann: Reichweite und Ladezeit. Mit der von seiner Firma selbst entwickelten Festkörperbatterie sei eine Reichweite von 800 Kilometern und eine vollständige Aufladung in nur einer Minute möglich, so der dänische Designer. Der Bolide wäre damit schneller geladen als ein herkömmlicher Benzintank gefüllt ist.

200 Kilometer Reichweite in 9 Minuten

Die patentierte Festkörper-Batterie habe gegenüber Lithium-Ionen-Akkus eine 2,5-fach höhere Energiedichte, erklärt Fisker. Die Serienreife soll ab 2020 erreicht werden, Akkus für Smartphones und Co. könnte es sogar schon früher geben. Bis es jedoch so weit ist, setzt Fisker im Emotion auf den Batteriehersteller LG Chem und eine aus 21.700 Zellen bestehende Lithium-Ionen-Batterie. Hinzu kommen Solarzellen auf dem Dach des Wagens. Ausreichend Strom für rund 200 Kilometer Reichweite lädt das schicke E-Auto jetzt schon in nur 9 Minuten. Die Reichweite mit den Lithium-Ionen-Batterien liegt bei 640 Kilometern.

Die „Schmetterlingstüren“ des Fisker lassen sich per Smartphone oder Touch-Türgriffe steuern. Bild: Fisker – Emotion

Der luxuriöse Viertürer soll Minimum um die 130.000 Dollar kosten und im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Seinen ersten Auftritt hatte er bereits auf der CES in Las Vegas: Sein sportlich-edles Design, besonders das innovative Flügeltüren-Konzept, zählte zu den Highlights der Messe. Die vier  „Schmetterlingstüren“ öffnen sich gegenläufig und lassen sich sowohl per Smartphone als auch galant per Fingerstreich über die bündig integrierten Türgriffe steuern.

Zwei Elektromotoren, Edle Ausstattung – und ein veganer Innenraum

Fisker, der in seiner Karriere schon für das Design mehrerer Modelle von Aston-Martin und BMW verantwortlich zeichnete, setzt bei seinem neuen Projekt auf eine Leichtbaukarosserie aus Carbon und Aluminium. Zwei Elektromotoren, einer an jeder Achse, beschleunigen diese in 3 Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde und auf eine Höchstgeschwindigkeit von 259 Kilometer pro Stunde. Zusammen bringen es die Elektromotoren auf beachtliche 575 Kilowatt Leistung. Ohnehin macht der Schlitten alle Technikjünger glücklich: Denn mit zahlreichen Kameras und Sensoren wie Radar und Lidar verfügt er auch über die Voraussetzungen für automatisiertes Fahren.

Henrik Fisker designt spektakuläre Autos, der Emotion ist sein neustes Meisterwerk. Gif: Fisker – Emotion

Der großzügige Innenraum ist als Ledervariante und auch vegan, ganz ohne Tierhäute, verfügbar. Drei Monitore stehen dem Fahrer zur Verfügung, mit denen er Fahr- und Entertainment-Funktionen steuern kann. Für Passagiere im Fond wird in der optionalen “Chauffeur-Edition” sogar ein 27-Zoll-Display eingebaut. Der Fisker Emotion kann ab sofort reserviert werden, wann er jedoch nach Europa kommt, ist noch nicht bekannt.

Cover-Foto: Fisker – Emotion

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