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Hightech-Grill Cinder: Wenn das Smartphone zum Essen ruft

Zwei Studenten sitzen in der Pause auf der Uniwiese. “Ich taste mich halt langsam ran” , sagt der eine und zuckt entschuldigend mit den Schultern. “Nochmal”, entgegnet sein Kumpel, “eine Dose Ravioli in die Sonne zu stellen, hat nichts mit Kochen zu tun.” Trotz all der Kochshows, gastronomischer Wettbewerbe und Rezept-Apps können diesen alten Gag bis heute viele nachempfinden: Kochen ist eine Kunst, die gelernt sein will.

Während allen Menschen angeraten ist, trotz widriger Umstände (“Keine Zeit!”, “Keine Lust!”, “Wie bitte?”) das Einmaleins der Küchenkunde zumindest ansatzweise zu kennen, sind bei komplizierten Gerichten den eigenen Fähigkeiten doch Grenzen gesetzt. Und genau hier kommt Cinder ins Spiel…

Push-Notification statt Küchenuhr

Das Garverzeichnis kann nach Belieben angepasst oder erweitert werden

Das neue Gadget des Startups Palate Home präsentiert sich als Rettung für alle Kochmuffel, die dennoch Atemberaubendes auf den Teller zaubern wollen. Ganz ehrlich: fauler, aber auch technologisierter geht es kaum. Cinder sieht aus wie ein Edelstahlgrill für die Arbeitsplatte, kann aber mit kompakteren Maßen punkten. Einmal geöffnet, wird das Gargut – Fleisch, Fisch oder Gemüse – zwischen zwei beschichtete Aluminiumplatten gelegt, bevor es an das automatisierte Kochen geht.

Je nach Art der Mahlzeit kann ein Timer gestellt werden. Oder aber man greift auf die begleitende iOS-App für iPhone und iPad zurück, wo man durch eine Art Rezeptbuch blättert und das jeweilige Gericht aktiviert. Cinder beginnt daraufhin den Bratvorgang und unterrichtet seinen Nutzer per Push-Notification auf dem Mobilgerät, wenn es Zeit ist, zu Tisch zu kommen. Dabei kann das Gerät auf verschiedene Modi zurückgreifen. Ob er etwas scharf anbraten, braten, nur erhitzen oder konfieren möchte, kann der Hobbykoch jederzeit vorgeben. Selbstverständlich ist Cinder für die Kommunikation mit der Umwelt mit WLAN und Bluetooth ausgerüstet. Das Garverzeichnis kann zudem nach Belieben angepasst oder erweitert werden. Zusätzlich kann die App mit dem Zugang zu einer Community aufwarten, in der Nutzer ihre Rezepte untereinander austauschen können.

Dank “Satellitentechnologie” zum perfekten Steak

Insgesamt bringt es Cinder auf eine Maximalhitze von 290° Celsius

Glaubt man dem Unternehmen, steckt in dem kleinen Bräter eine ganze Menge Hightech. “Wie die Bewegungskontrolle eines Satelliten werden die voraussagenden Kontrollsysteme und Sensorstellungen von Cinder justiert, um die Hitze zu regulieren”, heißt es in einer Mitteilung. “Mehrere Sensoren in den Kochplatten liefern die nötigen Informationen, so dass die Temperatur auf 0,5° Celsius exakt gehalten werden kann.” Die Messung der Wärme – zum Beispiel innerhalb eines Steaks – wird durch den Algorithmus eines virtuellen Thermometers ständig neu berechnet. Insgesamt bringt es Cinder auf eine Maximalhitze von 290° Celsius. Kommt der geplante Besuch ein wenig später, ist das auch kein Problem. Das Gerät hält auf Wunsch die Mahlzeit bis zu zwei Stunden warm, ohne dass sie überkocht wird.

Cinder ist derzeit noch nicht erhältlich, soll aber Anfang des kommenden Jahres auf den Markt kommen. Der Preis steht hingegen schon fest und liegt bei 499 US-Dollar, was umgerechnet 465 Euro entspricht. Na dann: Guten Appetit!

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