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Honda Offroad Buggy: Elektro-Rennmaschine für extremes Gelände

Beim Honda Offroad-Buggy mit Elektroantrieb handelt es sich bislang nur um eine Designstudie. Umgesetzt könnte sie aber den Rallye-Sport modernisieren.

Auf den ersten Blick erinnert er an eine angriffslustige Cyber-Hornisse mit vier dicken Geländereifen und bedrohlichem Stachel, die einem der letzten Marvel-Filme entsprungen zu sein scheint. Das laute Brummen eines gefährlichen Insekts oder vergleichbarer Rallyefahrzeuge gibt der „2020 Honda Works Baja 1000 Buggy“ jedoch nicht von sich. Denn unter seiner aerodynamischen Haube verbirgt sich ein leistungsstarker Elektromotor.

Der von der Automobildesignerin Darby Jean Barber entworfene Einsitzer ist zwar bisher nur eine Designstudie, lässt aber dennoch einen spannenden Blick in die Zukunft des Ralley-Sports werfen. „Ich wollte eine richtige Rennmaschine gestalten, die dafür gemacht ist, mit extremem Tempo über extremes Terrain zu fahren“, beschreibt Barber ihr Konzept. „Deshalb ist an diesem Buggy nichts verbaut, was keine Funktion hat.“

Der Honda Offroad-Buggy ist für extremes Gelände designt.
Der Honda Offroad-Buggy ist für extremes Gelände designt. Bild: Darby Jean Design

 

honda buggy mit Elektromotor und aktiver Federung

Das Herzstück bildet der hinter dem Fahrersitz untergebrachte elektrische Dualmotor. Er wird von zwei seitlich angebrachten Akkus betrieben, die durch jeweils einen Luftkanal gekühlt werden. Dank Einzelradaufhängung und aktiver Federung können die vier 37-Zoll-Offroadreifen mit einem Radstand von circa 3,70 Metern das Fahrzeug auch in unwegsamem Gelände gut abfedern. Zusätzlichen Schutz bieten die ausladenden Geröll-Deflektoren an den Vorderrädern.

Die Monocoque verleiht dem Fahrzeug maximale Stabilität.
Das Monocoque verleiht dem Fahrzeug maximale Stabilität. Bild: Darby Jean Design (Collage)

Das Fahrgestell besteht aus einem sogenannten Monocoque, einer festen Schale aus Kohlefaser, in der das Cockpit und der Rennschalensitz untergebracht sind. Diese Sicherheitszelle bietet zum Beispiel bei einem Überschlag maximale Stabilität und wird auch bei Formel-1-Autos eingesetzt. Von oben gewährleistet eine aerodynamisch geformte transparente Haube Schutz für Fahrer und Armaturen.

Navigation per Drohne

Für die Navigation soll laut der Modellskizzen eine Drohne zum Einsatz kommen. Sie sammelt die topografischen Daten der zurückzulegenden Strecke und sendet die Informationen über die Heck-Antenne des Fahrzeugs ins Cockpit. Dort werden sie per Echtzeit-Rendering verarbeitet, damit der Fahrer die Geländebeschaffenheit in Form eines dreidimensionalen Polygonnetzes auf der Frontscheibe sehen kann.

Die Navigationsdaten liefert eine Drohne.
Die Navigationsdaten liefert eine Drohne. Bild: Darby Jean Design (Collage)

Die kürzlich veröffentlichte Konzeptstudie entstand während eines Praktikums, das Darby Jean Barber in Hondas Advanced Design Studio in Los Angeles absolvierte. Heute ist die Amerikanerin, die sich schon als kleines Mädchen für Autos begeisterte, als Creative Designer bei General Motors tätig. Ihr Entwurf soll eine Verbindung schaffen zwischen Hondas langer Motorsporttradition und einer neuen Rennsport-Ära, die durch modernste Technik vorangetrieben wird. Ob Honda den Elektro-Buggy realisieren oder es beim Konzept belassen wird, ist leider nicht bekannt.

Cover-Foto: Darby Jean Design

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