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IFA 2015: Das sind die Intel Highlights

Marek Hoffmann Autor, Hemd & Hoodie

Der Grund, warum die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin zu den populärsten Industriemessen der Welt gehört, ist einfach: die Unternehmen stellen dort ihre größten Innovationen vor. Gleichzeitig präsentieren sie aber auch spannende Trends und Anwendungsbereiche, in denen die Produkte in naher oder manchmal leider auch erst ferner Zukunft zum Einsatz kommen könnten.

Wir zeigen im Folgenden sechs Systeme von Intel auf, die alle darauf ausgelegt sind, dem Nutzer eine unvergleichliche User Experience zu bieten – sowohl digital als auch im Real Life. Und auch wenn die Technologien einem bereits vertraut vorkommen mögen: es ist überraschend, welchen praktischen Nutzen sie im Alltag haben (werden), der einem bis bislang unbekannt war.

RealSense

Anleitung zum Einräumen im Tetris-Stil

Unsere Tour über den IFA Intel-Stand in Halle 16 beginnt mit RealSense. Diese Technologie aus dem Bereich Perceptual Computing dürften viele bereits vom Gaming her kennen. Und auch im Sicherheitssektor – etwa bei TrueKey und LiveSafe – erreicht sie einen rapide wachsenden Nutzerkreis. Als Feature am Smartphone oder Tablet kann RealSense aber auch unglaublich hilfreich beim Einkaufen sein. Etwa dann, wenn es um sperrige Güter geht, die in den Kofferraum passen sollen.

realsense stand

Wir alle haben diesen Moment mindestens schon einmal in unserem Leben erlebt: Auf dem Parkplatz eines nicht selten schwedischen Möbelhauses stellen wir plötzlich fest, dass sich auf magische Weise das Volumen des Kofferraums verringert hat, und die 52 Kartons im Laden noch viel kleiner aussahen. Trotz etlicher Stoßgebete will das neue Wohnzimmer-Interieur jedenfalls nicht ins Auto passen. Während sich die eigene Wahrnehmung im Eifer des Kaufgefechts gerne mal zum Illusionieren verleiten lässt, misst Intels Tiefenkamera exakt die Fläche des Kofferraums und den der Pakete aus! Das System kann dann genau Auskunft darüber geben, ob und wie viele Pakete im Auto verstaut werden können – und bei Bedarf sogar im Tetris-Stil Anleitung zu deren Einräumen geben. So braucht beim nächsten Einkauf niemand zwei Mal fahren oder die Pakete schweren Herzens wieder zurück in den Laden tragen.

REALs

Ein weiteres Praxisbeispiel, das viele IFA-Besucher gerade erst selbst erlebt haben dürften, ist das der Gitterboxen am Flughafen. Bei Inlandsflügen, in denen oft nur mit Handgepäck verreist wird, sollen sie den Passagieren anzeigen, ob ihr Koffer an Bord des Fliegers auch tatsächlich in den vorgesehenen Stauraum passt. Die meisten verzichten auf diese Prozedur und sorgen dann nicht selten für verstopfte Gänge und Frust bei den anderen Passagieren. Mit RealSense geht das alles viel einfacher und spielerischer: Der Koffer wird einfach auf eine dafür vorgesehene Fläche gestellt, von der Kamera erfasst, gescannt – und fertig. Der Passagier erhält innerhalb von Sekunden Auskunft darüber, ob er seinen Koffer nicht vielleicht doch lieber am Gepäckschalter aufgeben sollte…

Food Network

Technologie auf RealSense-Basis eine echte Küchenhilfe

Eine häufig und gern besuchte Anlaufstelle sowohl für die Intel-Mitarbeiter als auch die IFA-Besucher am Intel-Stand in Halle 16 ist die… Kaffeemaschine! Das liegt aber nicht nur am ausgezeichneten Kaffee, sondern vor allem auch an einem technischen Clou, der in der Maschine steckt: Sie braut nämlich, sobald sie angelächelt wird. Während das allerdings nur ein spaßiges Messe-Goodie ist, ist die dahinter stehende Technologie auf RealSense-Basis eine echte Küchenhilfe.

 

 

Das Food Network getaufte Konzept wird ein unentbehrlicher Bestandteil der Küche der Zukunft sein. In dieser werden die Chef- und Hobbyköche nicht mehr mit verdreckten Fingern in Kochbüchern blättern, sondern per Handbewegung durch digitale Rezepte auf ihren Displays swipen. Vorbei die Zeit, in der volle oder schmutzige Finger ein Problem darstellten oder ein ständiges Abwischen und -waschen der Hände einem den Spaß am Kochen verdarb.

Wer in seiner Küche die Arbeit nicht gleich komplett an Roboter abgeben möchte, wird die Verbesserungen durch Intels Technologien sehr zu schätzen wissen. Kühlschränke, die sich per Handgeste öffnen lassen, Backöfen, die auf Sprachbefehle reagieren oder eben Kaffeemaschinen, die am Gesicht des Nutzers ablesen können, ob ihm an diesem Tag der Sinn vielleicht nach einem extrastarken Aufguss steht – all das erleichtert das Leben und steigert die Zufriedenheit.

Project Tango

Geräte lernen Raum und Bewegungen verstehen

Bei dem Gemeinschaftsprojekt von Intel und Google geht es darum, Mobile Devices die Umwelt so wahrnehmen zu lassen, wie wir sie wahrnehmen. Zu diesem Zweck wurden die Technologien 3D Motion Tracking, Tiefenmessung und Area Learning auf bislang einmalige Weise miteinander kombiniert. Durch diese Verquickung sollen die Geräte Raum und Bewegungen verstehen lernen und die Fähigkeit entwickeln, zu wissen, wo sie sich befinden und wohin sie sich bewegen. Prädestinierte Anwendungsbereiche dafür sind Augmented Reality oder auch Indoor-Navigation in Kaufhäusern.

gun side

Auf der IFA hat sich Intel jedoch dazu entschlossen, das beeindruckende Potenzial von Project Tango an einem Beispiel mit viel höherem Entertainment-Faktor zu demonstrieren: Gaming! Befestigt an einer speziell dafür präparierten Nerf-Gun, zeigt ein mit RealSense-Kamera ausgestattetes Smartphone, was die Zukunft für Zocker bereit hält: Es trackt gleichzeitig die Position des Spielers und dessen Blickrichtung. Wechselt er seine Position – dreht sich also beispielsweise mit seinem Gewehr um die eigene Achse, um dem Angriff von Killer-Roboter-Hornissen abzuwehren –, dann passt sich das Bild auf dem Display direkt seiner Bewegung an. Das erlaubt eine völlig neue Gaming- und User Experience!

gun

Wer an Ego-Shootern keinen Gefallen findet, muss die Nerf aber nicht gleich ins Korn werfen: Auch bei Open-World-Spielen wie Minecraft weiß Project Tango zu begeistern. Hier kann der Spieler die virtuellen Objekte auf dem Boden aufstellen, um die Stapel herum gehen, sich von ihnen wegdrehen oder gar entfernen – ohne dass das System die Position der Objekte verändert oder löscht. Und wem das noch nicht reicht, der kann von sich selbst einen Avatar in 3D erstellen – einfach indem er mit dem Device eine 360-Grad-Aufnahme seines Oberkörpers macht. Noch während die Kamera horizontal um ihn herum bewegt wird, baut sich auf dem Display bereits das Avatar-Bild auf. Wird keine volle Umdrehung vollzogen, errechnet das System eigenständig die fehlenden Informationen und füllt damit die Leerstellen bei dem zu erstellenden Avatar aus.

„Hello, Smart Bike“

Wichtige Vorteile zur Sicherheit von Bikern

Bei dem Proof of Concept, an dem Intel gemeinsam mit BMW arbeitet, geht es in erster Linie um eine Erhöhung der Sicherheit und Sichtbarkeit von Motorradfahrern. Herzstück des Research and Development-Projekts sind ein BMW C Evolution Elektroroller und Intel Edison. Das Ein-Chip-System, das speziell für das Internet der Dinge konzipiert wurde, verfügt über einen Intel Quark Prozessor mit WLAN-Karte und Bluetooth-Modul. Hierdurch wird es möglich, nicht nur das Motorrad mit dem Helm drahtlos kommunizieren zu lassen – sondern umgekehrt den Fahrer per Sprachsteuerung auch mit dem E-Bike.

scooter

Indem er das Start-Kommando „Hello, Smart Bike“ ausspricht, kann er beim permanent empfangsbereiten System unterschiedlichste Status-Angaben erfragen: darunter den gerade verwendeten Gang, die Reichweite (basierend auf dem Ladestand der Batterie), die Geschwindigkeit, den Reifendruck, den Lichtstatus sowie Informationen zur Route, die das Navigationssystem des Motorrads zur Verfügung stellt. Die Anfragen ans Bike erfolgen mündlich über eine von Intel entwickelte Voice Recognition Software, und werden über ein Audio-System im Helm beantwortet. Daraus ergeben sich wichtige Vorteile, die zur Sicherheit des Bikers beitragen. So muss er zu keiner Zeit seine Hände vom Lenker nehmen oder den Blick von der Straße wenden. Da die Status-Angaben auch nicht aufs Helm-Visier projiziert werden – obwohl das technisch möglich wäre – wird der Fahrer durch keine leuchtenden, blinkenden oder sonst auf irgendeine Art störenden Signale abgelenkt, die in seinem Gesichtsfeld erscheinen.

helmet

Die Zahl der Möglichkeiten, die Edison in dieser Verbindung zwischen Helm und Elektroroller bietet, sind aber schier unerschöpflich. So kann der Blinker per Sprachbefehl gesteuert, die Windschutzscheibe hoch und runter gefahren, das Radio an- und ausgemacht und sogar eine über WLAN verbundene GoPro-Kamera am Bike aktiviert werden. Hierbei handelt es sich allerdings ausnahmslos um „non-driving elements“, also solche Befehle, die keinen Einfluss auf das Fahrverhalten des Motorrads haben. Zu groß wäre die Gefahr – etwa bei einer sprachgesteuerten Cruise-Control –, dass der Fahrer einem Risiko ausgesetzt wird. Um dieses zu minimieren, wurden zudem auf der Rückseite des Helms LEDs angebracht, die alle Lichtsignale des Bikes anzeigen. Die Hoffnung ist, dass Motorradfahrer auf diese Weise sichtbarer für Autofahrer werden und so die Zahl der Unfälle reduziert werden kann.

VRX Simulator

Unterschied zum realen Boliden kaum erkennbar

Eine der atemberaubendsten User Experiences erhalten die Besucher des Intel Stands ohne Frage im VRX Simulator! In ihm verschmelzen der ultra-realistische Fahrsimulator iRacing mit einem der weltweit fortschrittlichsten Hardwaresimulatoren von VRX sowie der RealSense-Technologie von Intel.

 

 

Hierdurch entsteht eine Gaming Plattform mit einem Immersions-Level, das selbst echte Rennfahrer den Unterschied zum realen Boliden kaum erkennen lässt. Ob taktile Reize, die von der Straße ans Auto weitergegeben werden, das direkte Feedback beim Lenken in scharfen Kurven oder der perfekte Blickwinkel, den RealSense durch das Realtime-Tracken der Kopfbebewegungen kreiert: diese Art der multisensorische Simulation sucht ihresgleichen.

simulator

Intel Core Prozessoren der 6. Generation

Intel revolutioniert erneut das Computing

All die zuvor genannten Entwicklungen wären völlig undenkbar, wenn Intel Moore’s Law nicht immer wieder aufs Neue bestätigen würde. Dabei handelt es sich zwar um kein wissenschaftliches Naturgesetz, sondern streng genommen nur und eine Gesetzmäßigkeit, die auf empirischen Beobachtungen basiert. Aber bis zum heutigen Tag hat sie die die technologische Entwicklung und das Computer-Zeitalter stärker geprägt als jemals eine andere Regel zuvor. Und vermutlich wäre ohne sie der Siegeszug des Personal Computers in den 80er und 90er Jahren und auch die heutige mobile Revolution nicht möglich gewesen.

 

 

Ihren vorläufigen Höhepunkt hat diese Entwicklung nun in den erst kürzlich vorgestellten Intel Core Prozessoren der 6. Generation. Intel revolutioniert mit ihnen erneut das Computing und ebnet den Weg für völlig neue und schlanke Formfaktoren, die dünner sind als je zuvor. Der Nutzer profitiert bei Geräten, die mit diesen Prozessoren ausgestattet sind, von einer bislang unerreichten Performance und deutlichen Steigerung bei den Akkulaufzeiten.

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Intels neue Prozessorfamilie ist extrem  skalierbar und ermöglicht das bislang breiteste Spektrum an Formfaktoren und Geräten: angefangen beim kleinsten Compute-Stick über 2-in-1 Geräte, Notebooks und Desktop-PCs bis hin zum ersten Intel Xeon für mobile Workstations. Die 6. Generation der Intel Core Prozessoren wurde zudem für Microsoft Windows 10 optimiert, was dem Nutzer eine völlig neue User Experience und höhere Sicherheit bietet.

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