Sport

Intel Action: Mit dem Curie-Modul bei den X-Games

Deb Miller Landau, Autorin

Bei den X-Games eröffnen Echtzeitdaten erfassende Sensortechnologie von Intel noch nie dagewesene Einblicke in Sportarten wie BMX und Skateboarden.

Kyle Baldocks Leidenschaft für den BMX-Sport wird nur durch sein immenses Engagement und den Wunsch übertroffen, seine Sportart allen zugänglich zu machen. Er möchte, dass die Faszination für die ganze Welt nachvollziehbar wird. Lange Zeit war die breite Öffentlichkeit von BMX-Events ausgeschlossen.

Dies änderte sich erst 1995 durch die Einführung der X-Games. Dieses Event verwandelte Randsportarten, die bis dahin als „extrem“ galten, in internationale Mainstream-Wettbewerbe. Und da beim letzten Event in Texas moderne Technik in einige BMX- und Skateboard-Wettkämpfe Einzug hielt, öffnen sich diese Extremsportarten nun einem noch breiteren Publikum.

 

 x-games mit Intel: neue einblicke für zuschauer

„Wer sich diese Events zu Hause anschaut, kann nicht wirklich nachvollziehen, wie weit oder hoch der Athlet springt“, findet Tyler Fetters, ein in Intels Smart-Devices-Innovation-Team für neue Konzepte verantwortlicher Techniker. Für die X-Games wird die knopfgroße Plattform Intel Curie mit Sensoren ausgestattet, zum Beispiel einem Beschleuniger, Gyroskop oder Magnetometer. Das gesamte Modul hat ungefähr die Größe einer Streichholzschachtel und wurde bei den X-Games bei drei Events eingesetzt: Skate Big Air, BMX Big Air und BMX Dirt.

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Intel Curie sammelt bei den Tricks der BMXer und Skater eine Vielzahl unterschiedlicher Daten.

Fetters erklärt, dass Intels Curie-Modul von allem Daten sammelt: angefangen bei der Höhe des Sprungs bis hin zur Krafteinwirkung beim Landen. „Mit dieser Information und Technik können sich die Zuschauer zu Hause besser vorstellen, was die Sportler empfinden, wenn sie diese erstaunlichen Kunststücke ausführen.“ Am BMX-Bike jedes Fahrers und am Helm jedes Skateboarders sind zwei Curie-Module angebracht. „Ich finde es spannend, dass diese Technik für das Publikum verfügbar ist“, so Fetters. „Wir können in Echtzeit messen, was die Sportler gerade tun und es mit dem Publikum teilen, so dass die Zuschauer den Sport intensiver erleben.“

 

 effizienteres training und spannendere events

Darüber hinaus helfen die mit Intels Technik gewonnenen Daten auch den Sendeanstalten, die Action anschaulich darzustellen. Und sie unterstützen die Sportler dabei, ihr Training effizienter zu gestalten. „Diese neue Technik wird die Welt aus den Socken hauen“, sagt Baldock, ein 25-jähriger Australier. Er ist der Ansicht, dass sowohl Zuschauer als auch junge, interessierte Sportler durch ein besseres Verständnis des BMX-Sports einen besseren Zugang zu dieser Sportart bekommen.

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Das gesamte Intel Curie-Modul hat ungefähr die Größe einer Streichholzschachtel.

Er freut sich, dass ihm die Daten des Curie-Moduls zu einem besseren Training verhelfen. Wenn er zum Beispiel höher springen muss, sollte er eventuell mehr Kniebeugen machen. Auch andere Sportler nutzen die Technik für ihr Training und um das Verletzungsrisiko zu senken. In einer Sportart wie Skate Big Air ist jeder Zentimeter entscheidend  – und riskant.

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Kyle Baldock besucht den Technikertisch, um die Daten zu sehen, die vom Intel Curie-Modul erfasst wurden.

 

Zusammenspiel von Intuition und Technik

Der Skateboarder Bob Burnquist stand bereits im Alter von zehn Jahren auf dem Skateboard – in dem von Fußball besessenen Brasilien. Ihm zufolge geht es bei seiner Sportart in erster Linie um Instinkt und das richtige Gespür. Aber die Technik hat seine Neugierde geweckt, mehr über die wissenschaftlichen Aspekte zu erfahren, die hinter dieser Sportart stecken.

Für Außenstehende mag es so aussehen, als ob Skateboarder einfach losfahren und abheben. Aber Burnquist, der auch Pilot ist, weiß, dass dabei wesentlich mehr in Betracht gezogen werden muss. Dazu zählen etwa Höhenlage, Windgeschwindigkeit, die Winkel einer Rampe und sogar die Lufttemperatur. „Während des Tricks spielt es keine Rolle, ob ich mich um 360 Grad drehe. Ich weiß, wie weit ich mich drehe”, so Burnquist. “Aber ich weiß nicht, wie schnell ich bin und was der Wind tut – und diese Infos sind echt nützlich.“ Die Echtzeitdaten, die das auf seinem Helm angebrachte Curie-Modul während der X-Games erfasste, helfen ihm, sich auf der Stelle anzupassen. Aber darüber hinaus machen sie diese Sportart auch für die Zuschauer besser nachvollziehbar, erklärt er.

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Die mit Intel Curie gewonnen Daten helfen Bob Burnquist dabei, seine Tricks zu perfektionieren.

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