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Intel IDF 2015: Skylake, Optane und alles, was sonst noch wissenswert ist

Das Intel Developer Forum (IDF) ist ein Zusammentreffen von Technologen, Futuristen, Entwicklern und Makern, um auf der Hardware des US-Chipkonzerns Intel basierende Produkte zu diskutieren. Das erste Forum wurde im Jahr 1997 durchgeführt.

Am 18. August dieses Jahres präsentierte Intels CEO Brian Krzanich beim IDF in San Francisco eine Reihe aktueller und künftiger Technologien: Angefangen bei Roboterbutlern, die RealSense Technik nutzen, bis hin zu BMX-Bikes, in denen ein Intel Curie-Modul steckt. Dieser Artikel informiert über alles Wissenswerte.

Intels Vision für die Zukunft 

Roboter nehmen die Welt mit „RealSense“-Augen wahr

Skylake
Skylake ist der Codename für die sechste Generation der Intel Core Prozessoren, die im August mit dem neuen 14-nm-Spitzenmodell Core i7-6700K eingeführt wurden. Diese Prozessoren sind nicht nur schneller als die Vorgängergeneration, sondern bieten Benutzern auch genug Leistung, um auf mehreren 4K-Monitoren gleichzeitig ein intensiveres Gaming-Erlebnis zu genießen. Die innovative Technik ist Teil des von Intel als „Sensification“ bezeichneten Trends.

„Sensification“
Krzanich zufolge dreht sich Intels Vision für die Zukunft der Computertechnik rund um drei Schlüsselbereiche. Neben Wearables („einer Erweiterung des Selbst“) und intelligenten IoT-Geräten spielt die „Sensification“ eine wichtige Rolle. Der Begriff bezieht sich auf Geräte, die auf Sprachbefehle reagieren (mithilfe der Intel Smart-Sound-Technik) oder ein fesselndes Gaming-Erlebnis ermöglichen (mit Intel Core Prozessoren der sechsten Generation) und sogar Roboter, die die Welt mit „RealSense“-Augen wahrnehmen.

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Die Intel Core Prozessoren der sechsten Generation unterstützen durch die gleichzeitige Nutzung mehrerer HD-Monitore ein fesselnderes Gaming-Erlebnis.

Erhöhte Sicherheit, verbesserte Bilderkennungssysteme

Digitale Signatur für künftige IoT-Sensoren

EPID
Angesichts der wachsenden Verbreitung von IoT-Geräten gilt eine der größten Sorgen der Sicherheit. Wie kann man jemanden davon abhalten, die private Sicherheitskamera zu hacken? Oder ins Heimnetzwerk einzudringen? Intels Enhanced Privacy Identification (EPID) ist eine digitale Signatur, die für künftige IoT-Sensoren und -Mikrocontroller entwickelt wurde und Authentifizierungs- und Sicherheitsaufgaben übernehmen soll.

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Project Tango
Diese Google-Initiative soll „Mobilgeräten Fähigkeiten verleihen, mit denen sie sich in der physischen Welt auf ähnliche Weise zurechtfinden können wie wir Menschen“. Project Tango hofft, dies durch eine Verbesserung der Bilderkennungssysteme von Mobilgeräten zu erreichen. Die Intel RealSense Kamera, die mit ihrer Tiefenerkennungstechnik perfekt dafür geeignet ist, soll bereits vom nächsten Project-Tango-Developerkit unterstützt werden.

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Intels CEO Brian Krzanich demonstriert beim IDF 2015 ein Smartphone-Developerkit auf Basis der Intel RealSense Technik für das Project Tango.

Internet of Things wächst, Chips schrumpfen

Für IoT werden schnellere Funknetze erforderlich sein

5G-Vernetzung
Intel will im Bereich der 5G-Entwicklung eine führende Rolle einnehmen. Diese Technik der nächsten Generation wird zwar nicht vor 2020 verfügbar sein, aber für die Vernetzung von Smart-City-Sensoren, selbstfahrenden Autos, automatisierten Industriesystemen und Milliarden von Geräten, die das schnell wachsende Internet der Dinge bilden, werden schnellere Funknetze erforderlich sein.

5g

SoC
SoCs – kurz für „System On a Chip“ – werden immer kleiner. So steckt zum Beispiel in Intels Curie-Modul ein Quark-SoC, ein Bluetooth-LE-Modul, ein 6-Achsen-Sensor mit Beschleunigungsmesser und Gyroskop sowie Batterieladetechnik. Gemeinsam mit neuen IQ-Software-Kits wurde Curie in intelligenten Armbändern, BMX-Bikes und als Steuerung einer Spinnenarmee gezeigt.

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Intels winziges Curie-Modul hat ein 32-bit-Quark-SoC, einen 6-Achsen-Sensor (mit Beschleunigungsmesser und Gyroskop) und ein Bluetooth-LE-Modul.

Curie und nichtflüchtige Speicher

Bis zu 1.000 Mal schneller als NAND-Flashspeicher

Sicherheitsarmband
Im Rahmen der diesjährigen IDF-Keynote präsentierte Intel ein Sicherheitsarmband, das Passwörter überflüssig macht: Das unternehmenstaugliche Wearable kann einen PC oder ein anderes Gerät automatisch entsperren, wenn sich der Benutzer nähert – beziehungsweise sperren, sobald er sich entfernt. Das Armband mit integriertem Curie-Modul entstand in den Intel Labs als Proof-of-Concept-Produkt und gestattet es dem Benutzer, einen Authentifizierungscode, der seine Gültigkeit behält, so lange das Armband nicht abgelegt wird, direkt bei sich zu tragen.

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Intel Optane
Wer erinnert sich an Intels neue 3D-XPoint-Speichertechnik? Ab 2016 wird dieser neue nichtflüchtige Speicher (Non-volatile Memory, NVM) in SSDs und Rechenzentrums-DIMMs unter dem Markennamen „Optane“ Einsatz finden. Im Vergleich zu herkömmlichem NAND-Flashspeicher erreichen Optane-Speichermodule eine bis zu 1.000-mal höhere Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit.

Spiderbots
Willkommen Roboter-Kommandeure…

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Dieser Spiderbot nutzt einen Intel Core i7 Prozessor, sechs Edison-Plattformen, eine RealSense-Kamera und ein Notebook mit Intel Technik, um auf dem IDF 2015 die Möglichkeiten moderner Technik zu präsentieren.

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