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Intel XDK: Wie Schulmädchen Kenias Zukunft programmieren

Da es in Kenia kein landesweites Organspendernetzwerk gibt, entwickelten einige kenianische Schülerinnen mit dem Intel XDK eine Organspender-App.

Für Caroline Wambui war es besonders tragisch, als ihr Onkel 2014 infolge eines Nierenversagens verstarb. Mit einer Organtransplantation hätte er überleben können, doch aus ihrer Familie war niemand dazu geeignet, ihm die benötigte Niere zu spenden. In Carolines Heimat Kenia existiert kein landesweites oder gar offizielles Organspenderprogramm. Im Gegenteil: Organspenden sind vielerorts mit einem Tabu belegt und werden stark reglementiert. Daneben floriert der Schwarzmarkthandel, insbesondere in armen Gegenden wie den Elendsvierteln von Nairobi. Schon viele ihrer Nachbarn seien dazu aufgefordert worden, ihre Organe an illegale Händler und zwielichtige Kliniken zu verkaufen, erzählt die Schülerin.

Mit einem besser verwalteten Gesundheitsnetzwerk könnten viele Menschenleben wie das von Carolines Onkel gerettet werden. Landesweit vernetzte Krankenhäuser könnten rechtmäßige Spender mit bedürftigen Patienten zusammenbringen. Dass sie mit ein wenig technischem Know-how bald selbst einen neuen Lösungsansatz für dieses Problem entwickeln könnte, hätte Caroline wohl am allerwenigsten erwartet.

Eine bemerkenswerte Lehrerin

Nachdem Carolines Lehrerin Damaris Mutati am Intel Teach-Programm teilgenommen hatte, führte sie 2012 in ihren Klassen an der Embakasi Girls Secondary School Computerkurse ein. 2015 erhielt sie im Rahmen des Intel-Programms She Will Connect, das im Rahmen einer Partnerschaft von Intel und der Nichtregierungsorganisation Global Peace Foundation in ihrer Region eingeführt wurde, zusätzliche Schulungen. Mutati lernte, wie sie ihr neu angeeignetes Digitalwissen mit Hilfe des Lehrplans Intel Learn Easy Steps anderen vermitteln könnte, und sie begann, ihren Schülerinnen Programmierunterricht zu erteilen.

Damaris Mutati bringt ihren Schülerinnen das Programmieren mit Intel XDK bei.
Damaris Mutati bringt ihren Schülerinnen das Programmieren mit Intel XDK bei.

Zusätzlichen Auftrieb erhielt die Initiative der Lehrerin, als Intel-Mitarbeiter an der Schule ehrenamtlich einen Programmier-Workshop veranstalteten. Dabei erhielten die Schülerinnen eine Einführung in das Intel XDK, eine vereinheitlichte Entwicklungsumgebung, die das Planen, Erstellen, Testen und Bereitstellen von HTML5-Apps ermöglicht. „Die Welt ist extrem wettbewerbsorientiert. Daher ist es wichtig, dass Lehrer ihre Schüler entsprechend auf diesen Wettbewerb vorbereiten“, ist Mutati überzeugt. „Durch die Einbindung von Technik im Unterricht bin ich in der Lage, meinen Schülerinnen Chancengleichheit zu verschaffen.“

Eine App, die Leben rettet

Ihre neuen Kenntnisse über das Intel XDK brachten Caroline Wambui auf eine Idee: Sie wollte ein Portal für Ärzte, Spender und Empfänger entwickeln, das die Wartezeit für Organempfänger verkürzt und dadurch dabei hilft, Leben zu retten. In Zusammenarbeit mit einigen Freundinnen, die die Schülerin für ihr Projekt gewinnen konnte, entstand daraufhin eine App, die nun als Pilotprogramm in mehreren kenianischen Krankenhäusern läuft und getestet wird.

Caroline Wambui entwickelte eine Organspender-App für Kenia.
Caroline Wambui entwickelte eine Organspender-App für Kenia.

„Keine von uns konnte vorher programmieren, aber der Umgang mit dem Intel XDK ist super einfach und lässt sich problemlos erlernen“, erklärt Caroline. Für sie habe sich seit dem Programmier-Workshop viel verändert, denn die Entwicklung von Apps eröffne ihr die Möglichkeit, viele der herrschenden Alltagsprobleme zu lösen. „Wir verändern Kenia, indem wir Patienten und ihren Familien die neue Lebenschance geben, die sie verdienen“, fügt sie hinzu. „Ohne die Hilfe von Intel wäre dies nie möglich gewesen.“

Die inspirierende Story von Caroline Wambuis:

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