Gesundheit

Intelligente Hilfsmittel: Moderne Technik verhilft Menschen zu mehr Mobilität

Dean Evans Technology Writer Twitter

Ob treppensteigender Rollstuhl oder intelligenter Gehstock – noch nie standen Menschen so smarte technische Hilfsmittel zur Verfügung wie heute.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden bis 2050 über zwei Milliarden Menschen weltweit auf medizintechnische Hilfsmittel angewiesen sein. Ursache dafür sind nicht nur Krankheiten, sondern vor allem die alternde Weltbevölkerung. Diese demografische Entwicklung wird den Bedarf an technischen Hilfsmitteln wie Treppenliften, Elektromobilen noch weiter erhöhen. Aber auch innovative Apps, die beispielsweise an die regelmäßige Einnahme von Medikamenten erinnern, werden immer beliebter.

Zu den sogenannten Unterstützungstechnologien zählen im Prinzip alle Geräte, die zur Förderung der Unabhängigkeit einer Person beitragen – zum Beispiel Hörgeräte, Rollstühle oder Brillen. Demnach können auch eine tragbare Gesundheitsüberwachung, ein selbstfahrendes Auto oder ein Roboter-Außenskelett dazugezählt werden. Der wesentliche Aspekt besteht darin, dass die moderne Technik Menschen dabei behilflich ist, länger aktiv zu bleiben.

intelligente technik erleichtert das leben

Eine der größten Herausforderungen des Älterwerdens ist der allmähliche Verlust der physischen Leistungsfähigkeit. In mancherlei Hinsicht mag die moderne Technik diesen Prozess vielleicht begünstigen. Denn wenn der Rasen vollautomatisch von Rasenmäher-Robotern wie dem Flymo 1200R geschnitten und das Haus von Staubsauger-Robotern wie dem Dyson 360 Eye gesäubert wird, lässt die körperliche Fitness bei dem ein oder anderen etwas schneller nach.

Bereits im Jahr 2040 werden mit 5G ausgestattete, selbstfahrende Autos zu unserem Alltag gehören und unsere Einkäufe werden von Drohnen direkt vor die Haustür geliefert. Diese Entwicklung wird insbesondere Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugute kommen. Darüber hinaus gibt es bereits heute eine ganze Reihe an innovativen technischen Hilfsmitteln, die Personen mit körperlichem Handicap helfen, weiterhin beweglich zu bleiben.

vom smarten Gehstock bis zum exoskelett

Ein solches ist beispielsweise der Dring Smartcane, der keinesfalls ein gewöhnlicher Gehstock ist. In seinem Griff sind ein Beschleunigungssensor, ein Gyroskop und ein GPS-Modul integriert. Damit kann der Stock Stürze erkennen und den genauen Standort bestimmen. Über eine Mobilfunkverbindung lässt sich im Notfall sogar ein Notruf absetzen.

Auch sogenannte Exoskelette wie der Keeogo helfen immer mehr Menschen, ihre Bewegungsfähigkeit zurückzuerlangen. Die elektrisch betriebene Gehhilfe von B-TEMIA Inc. verfügt an den Knie- und Hüftgelenken über Bewegungssensoren. Sobald diese eine Bewegung des Trägers erfassen, gleicht eine motorische Unterstützung die zusätzlich benötigte Muskelkraft aus.

vorausschauende gesundheitshelfer

Auch die sperrigen Elektromobile werden in Zukunft sicherlich durch leichtere Personentransportmittel ersetzt werden. Der Segway-Roboter (Loomo) zum Beispiel ist eine Mischung aus einem mit RealSense-Technik ausgestatteten, selbststeuernden R2-D2 und einem selbstbalancierenden Segway Mini Pro-Zweirad. Auch die Rollstuhltechnik wird immer ausgefeilter. Der Scewo (früher Scalevo) beispeilsweise meistert dank der selbstbalancierenden Technologie jede Bordsteinkante mühelos. Und dank seines innovativen Kettensystems bewältigt er auch Treppen sanft und sicher.

Daneben gibt es viele weitere technische Hilfsmittel, die älteren Menschen oder solchen mit körperlicher Behinderung zu einem aktiveren Leben verhelfen: sei es der Elektro-Rollstuhl mit eigenem Antrieb, die fortschrittliche, mit dem Smartphone verbundene Gehhilfe ROVA oder die per 3D-Druck gefertigte, maßgeschneiderte Prothese. Doch innovative Technologien bergen noch weitaus mehr Potential.

Bereits heute erfassen viele tragbare Devices wie Smartwatches unsere körperliche Fitness in Form von Schritten, Kalorienverbrauch und Schlaf. Zukünftige Gesundheits-Wearables könnten beispielsweise Vitalparameter überwachen und frühzeitig auf Krankheiten wie Diabetes und Parkinson hinweisen. Richtig eingesetzt, kann innovative Technik einen wesentlichen Beitrag zu unser aller Gesundheit leisten.

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