Laval Virtual 2017: Entdeckungsreise in die Welt der VR-Innovationen

Auf der diesjährigen Laval Virtual-Messe wurden dem Publikum die neuesten VR-Lösungen für Archäologie, Medizin und Industrie vorgestellt.

Jedes Jahr heißt die Region Mayenne in Frankreich die internationale Virtual Reality-Messe in der Stadt Laval willkommen. Während der fünf Tage kann nicht nur das Fachpublikum, sondern auch die breite Öffentlichkeit innovative Unternehmen kennenlernen, die in Virtual-Reality-(VR-)Technologien investieren und damit ihre jeweilige Branche voranbringen möchten. Ob Kultur, Industrie, Gesundheitswesen oder Kosmetikbranche: Mit VR eröffnen sich für viele Einsatzbereiche ungewöhnliche Möglichkeiten.

Einer davon könnten in Zukunft kulturelle Organisationen und Einrichtungen sein, die ihr Publikum bisher eher selten mit modernen Technologien begeisterten. Auf der Laval Virtual waren in diesem Jahr einige Firmen zu Gast, die verschiedene VR-Anwendungen für den Kulturbereich vorstellten. Das Kommunikationsunternehmen Edikom beispielsweise hat begonnen, das Verfahren der Photogrammetrie (Bildmessung) auf von Archäologen ausgegrabene Stätten anzuwenden. Mithilfe dieser Technik lassen sich Objekte, Gebäude oder Gebiete originalgetreu in der virtuellen Realität nachstellen. Sie bieten Besuchern auf diese Weise die Möglichkeit, virtuelle Rundgänge zu unternehmen, ohne dabei die Stätten zu beschädigen.

Virtual Reality für die Wissenschaft

Auch die Wissenschaft macht sich die virtuelle Realität zunehmend zunutze. Japanische Unternehmen und Labore verwenden beispielsweise Headsets für erweiterte und virtuelle Realität in den Bereichen Medizin und Gesundheit. Dies zeigte etwa das Itamiya-Laborprojekt, bei dem mit Hilfe der Microsoft HoloLens Simulationen operativer Eingriffe an holographischen „Patienten“ entwickelt wurden.

 

Ziel des Projekts „Real Baby, Real Family“ wiederum ist es, mit Unterstützung der virtuellen Realität die japanische Bevölkerung zur vermehrten Familiengründung anzuregen. Denn in der karrieregeprägten japanischen Gesellschaft befindet sich die Geburtenrate seit Jahrzehnten auf Talfahrt. Das VR-Projekt ermöglicht es Paaren, aus den Gesichtszügen beider Partner ein virtuelles Baby zu „erstellen“. Zudem kann die richtige Betreuung eines Kleinkindes erlernt werden, um optimal für das Elterndasein gerüstet zu sein.

laval virtual: Treffpunkt für trendsetter

Die erweiterte Realität findet auch in immer mehr Industriezweigen Anwendung. Bei der Automobilherstellung kann sie verwendet werden, um jedes Bauteil und jeden Mechanismus eines Fahrzeugs zu überprüfen, ohne entsprechende Ausbauarbeiten vornehmen zu müssen. Die Arbeit von Montagearbeitern zu erleichtern, ist auch der Ansatz der Firma Diota, die sich auf Augmented-Reality-Anwendungen für die Industrie spezialisiert hat. Diese ermöglichen es, bei Privat- oder bei Nutzfahrzeugen und sogar bei Kampfflugzeugen, die Arbeit an den Fahrzeuginnenräumen entweder durch ein Tablet oder ein HoloLens-Headset zu erleichtern, da sämtliche Geräte und Bauteile akkurat abgebildet werden.

Durch das fantastische Angebot an technischen Innovationen ist die Messe Laval Virtual ein absolutes Muss für alle Technologie-Begeisterten. In diesem Jahr zählte die Laval Virtual ganze 17.000 Besucher – ein Rekord, der schon im nächsten Jahr gebrochen werden soll!

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