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Lift eFoil: Surfbrett mit Elektromotor lässt Wassersportler abheben

Hans-Martin Durst Autor, Hemd & Hoodie

Mit dem Motor-Surfbrett eFoil erreichen auch Anfänger Geschwindigkeiten von 40 Kilometern pro Stunde – und berühren dabei nicht die Wasseroberfläche.

Wer schon immer die Eleganz des Surfens bewundert hat, jedoch vor jahrelangem Training zurückschreckte, findet nun im eFoil eine Lösung. Denn das motorgetriebene Surfbrett erlaubt es auch Anfängern, direkt das Gefühl zu erleben, das beim Gleiten über Wasser entsteht. Dabei sorgt die aus dem Schiffbau bekannte Tragflügelkonstruktion dafür, dass das Brett beim Fahren keine Berührung mit der Wasseroberfläche hat, sondern darüber schwebt.

Der fast geräuschlose Elektromotor macht Geschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometern pro Stunde möglich und wird von einem Lithium-Akku angetrieben. Dieser liefert genügend Energie für Spritztouren von einer Stunde und erreicht nach einer Ladezeit von zweieinhalb Stunden seine volle Kapazität. Bei geringem Ladestand drosselt er selbstständig die Geschwindigkeit, damit der Nutzer mit der verbleibenden Energie noch sicher zum Strand zurückgelangt. Da der Akku ständig dem Salzwasser ausgesetzt ist, gehörte die Entwicklung einer gegen Feuchtigkeit und Korrosion abgedichteten Konstruktion zu den Hauptaufgaben beim Bau des Surfbretts.

Einhändige Steuerung des eFoil per Abzugshebel

„Die nächste Herausforderung war der Handregler“, erklärt Nicholas Leason, Mitgründer der Herstellerfirma Lift aus Puerto Rico. „Ich war überrascht, zu erfahren, dass es noch kein Bluetooth-gesteuertes, kabelloses, wasserdichtes und schwimmfähiges Gerät gab.“ Mit seinem Abzugshebel erlaubt der Regler des eFoil die einhändige Geschwindigkeitssteuerung, während ein Bildschirm auf der Oberseite die Akkuladung anzeigt. Das Lenken des Surfbretts, das aus Karbonfasern besteht und inklusive Motor nur 13,5 Kilo wiegt, erfolgt durch Verlagerung des Körpergewichts.

Das Motor-Surfbrett eFoil gleitet nicht auf, sondern über dem Wasser.
Das Motor-Surfbrett eFoil gleitet nicht auf, sondern über dem Wasser. Bild: Lift eFoil – Lift

Für diesen Spaß, der in vier Farben und zwei Brettgrößen zu haben ist, müssen Kunden allerdings rund 10.500 Euro zahlen. Weil Lift aus Qualitätsgründen nur in kleinen Mengen produziert, beträgt die Wartezeit für ein Surfbrett fünf bis sechs Monate. Die ersten Modelle sollen ab September 2017 an Vorbesteller ausgeliefert werden. Dann wird es zwar schon wieder kühler in Europa, doch eFoil lässt sich in drei Teile zerlegen und damit leicht in wärmere Gegenden transportieren.

Cover-Foto: Lift eFoil – Lift

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