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Open-World-Games: Diese Spiele bringen PCs an ihre Grenzen

Dean Evans Technology Writer Twitter

Eine leistungsstarke Grafik ist beim Gaming unabdingbar. Doch die beliebten Open-World-Games stellen zunehmend hohe Anforderungen an den Prozessor.

Die heutigen Grafikkarten haben enorm viel Potenzial. Dennoch sollte ein schneller Prozessor das Fundament für einen modernen Gaming-PC bilden. Denn gerade angesichts der wachsenden Beliebtheit von Open-World-Spielen wie The Witcher 3, Fallout 4 und Mirror’s Edge: Catalyst steigen die Komplexität und damit die CPU-Anforderungen neuer Titel stetig an.

Während die Graphic Processing Unit (GPU) das Bild rendert, das wir auf dem Monitor sehen, kümmert sich die Central Processing Unit (CPU) um die Prozesse im Hintergrund. Sie sorgt für ein perfektes Zusammenspiel und tätigt die essenziellen Berechnungen hinter den Kulissen, etwa Logik und Künstliche Intelligenz (KI) des Spiels. Auch wenn Ego-Shooter wie Star Wars: Battlefront mit ihrer hohen Auflösung beeindrucken – die unter den fotogrammetrischen Texturen und volumetrischen Beleuchtungsmethoden der Frostbite-Engine angesiedelte Spielmechanik ist relativ simpel. Einzig und allein der Multiplayer-Faktor fordert die CPU.

Forza Horizon 3 vermischt Hochgeschwindigkeitsrennen mit einer Open-World-Atmosphäre. ForzaHorizon3_E3PressKit_DirtRoadMustang_WM-1024x576-uk.jpg
Forza Horizon 3 vermischt Hochgeschwindigkeitsrennen mit einer Open-World-Atmosphäre.

Im Gegensatz dazu muss ein Simulations- oder Open-World-Spiel im Hintergrund permanent Berechnungen durchführen. So würde sich zum Beispiel die pulsierende Stadt Los Santos von GTA V nicht lebendig anfühlen, wenn keine Personen und Autos auf den Straßen zu sehen und keine Flugzeuge am Himmel fliegen würden. Allerdings bedeutet dies auch, dass die CPU tausende Objekte verfolgen, Interaktionen berechnen und Handlungsabfolgen verarbeiten muss.

Extreme Prozessorleistung

Aber schon eine einfache Spielphysik kann die CPU zum Schwitzen bringen. Ist die Grafik nicht stark genug, kann der Prozessor die Aufgabe erhalten, den Pfad eines pfeilschnellen Autos oder die Auswirkungen einer Explosion zu berechnen. Für die chaotische Zerstörungskraft von Just Cause 3 mag ein Intel Core i5-2500K Prozessor zwar ausreichen, aber erst mit einem deutlich schnelleren Core i7 der sechsten Generation zeigt sich das Spiel von seiner besten Seite.

Der Weltraumsimulator No Man‘s Sky lässt uns zu beliebigen Orten fliegen. SunsetBots-No-Mans-Sky-1024x576-uk.jpg
Der Weltraumsimulator No Man‘s Sky lässt uns zu beliebigen Orten fliegen.

Natürlich muss nicht immer ein Highend-Prozessor wie der Intel Core i7 Extreme Edition her. Aber nur eine flinke CPU kann aus der erstklassigen Grafik-Hardware von heute das Beste herausholen. Mit einer Bildfrequenz von 60 Einzelbildern pro Sekunde und 4K-Darstellung wollen Spiele heute nicht nur fotorealistisch wirken, sondern werden auch jedes Jahr ambitionierter. Fallout 4, The Witcher 3 und The Division kennen wir bereits. Aber schon bald werden wir noch größere Open-World-Games zu sehen bekommen …

Die Simulation eines ganzen Universums

Dazu zählt beispielsweise No Man’s Sky. Das Spiel, in dem ein ganzes Universum simuliert wird, ist eine Mischung aus Elite: Dangerous und FTL sowie einigen Survival-Elementen, die an The Long Dark erinnern. Mit ihren gewaltigen Ausmaßen erstreckt sich die Spielumgebung auf unvorstellbare achtzehn Trillionen Planeten.

Open-World-Games wie Deus Ex: Mankind Divided verlangen nach einer starken CPU. deus-ex-mankind-divided-1024x576-uk.jpg
Open-World-Games wie Deus Ex: Mankind Divided verlangen nach einer starken CPU.

Für unzählige Spiele haben Heerscharen von kreativen Designern die Inhalte akribisch von Hand gestaltet und jedes Level und jede Landschaft einzeln erstellt. Das Universum von No Man’s Sky ist hingegen das Werk von Algorithmen und mathematischen Gleichungen, die den Grundsätzen simulierter Physik und Chemie folgen. Aus diesem Grund stellt das Spiel extrem hohe Anforderungen an die CPU.

Open-World-Games spielen

Deus Ex: Mankind Divided spielt hingegen in einem düsteren Prag der Zukunft. Mit einer erstklassigen GPU können Spieler das Maximum aus den an Blade Runner erinnernden Farbnuancen und intensiven Action-Sequenzen herausholen. Aber für die clevere KI, die verzweigten Handlungsstränge und außergewöhnlich detaillierte Darstellung der Metropole brauchen sie auch eine erstklassige CPU.

Je länger Civilization VI gespielt wird, desto mehr Daten muss die CPU verarbeiten. civ-6-1024x570-uk.jpg
Je länger Civilization VI gespielt wird, desto mehr Daten muss die CPU verarbeiten.

Forza Horizon 3 könnte unterschiedlicher nicht sein. Die Mischung aus Open-World-Spiel und Multiplayer-Hochgeschwindigkeitsrennen nimmt uns mit nach Australien in eine helle und farbenfrohe Landschaft. Doch auch dabei muss die CPU permanent unzählige Daten überwachen, ganz zu schweigen von der Simulation der über 150 Autos, die von einem Aston Martin DB5 aus dem Jahr 1964 bis zum aktuellen Audi R8 V10 reichen.

Ohne leistungsstarken Prozessor geht nichts

Ein Spiel wie Civilization VI lässt sich auch ohne die weltbeste Grafikkarte genießen. Doch ein schneller Prozessor macht sich auch hier bezahlt: Ansonsten entstehen in dem rundenbasierten Spiel lange Wartezeiten, bis sämtliche Effekte berechnet sind, die für den Aufbau eines Imperiums und von der KI gesteuerte Feinde nötig sind. Der Vorgänger Civilization V kämpfte häufig mit der Verarbeitung der gewaltigen Informationsmenge, die anfiel, wenn ein Spieler mehr als 300 Runden gespielt hatte.

Mafia III, das uns in die 1960er in eine fiktive Stadt versetzt, fühlt sich unglaublich echt an. Mafia3_Enviro_CanalSt_01-1024x576-uk.png
Mafia III, das uns in die 1960er in eine fiktive Stadt versetzt, fühlt sich unglaublich echt an.

Die letzten zwei Open-World-Games, die wir hier vorstellen, gehören nicht zur Riege der Strategiespiele. Sie erinnern eher an GTA V und müssen deshalb auch ähnliche Probleme bewältigen. In Mafia III, das im Jahr 1968 in der fiktiven, von New Orleans inspirierten Stadt New Bordeaux angesiedelt ist, muss der Spieler gegen die Gangster der Unterwelt kämpfen. Die Missionen unterstützen jeweils mehrere Lösungsansätze, sodass sich durch das Sandbox-Design der Spielablauf nicht vorhersagen lässt. Bei dem Spiel geht es nicht nur um hochauflösende Texturen und wunderschön dargestellte Spiegelungen, sondern darum, in eine Welt einzutauchen, die sich lebendig, glaubhaft und stimmig anfühlt.

Die Details im Hintergrund

Ein weiteres ambitioniertes Open-World-Spiel, das eine leistungsstarke Kombination aus GPU- und CPU-Technik erfordert, ist Watch Dogs 2. Das auf der E3 2016 gezeigte Gameplay lieferte bereits einen Vorgeschmack darauf, was dafür an Rechenleistung erforderlich ist: Der Prozessor muss nicht nur von der KI gesteuerte Autos, Straßenbahnen, Fahrräder und Boote verfolgen, sondern auch die unzähligen Einwohner San Franciscos, mit denen der Spieler interagieren kann. Je mehr Chaos ein Spieler anrichtet, desto härter muss der Prozessor arbeiten, um alles im Griff zu behalten.

Während andere große Games des Jahres 2016 wie Gears of War 4, Call of Duty: Infinite Warfare und Battlefield One die beste Grafikkarte erfordern, die ein Spieler für Geld bekommen kann, sind für Open-World-Games sowohl Köpfchen wie auch Muskelkraft gefragt. Und daher sollte ein schneller Prozessor auch weiterhin das Fundament für ein modernes Gaming-Rig oder einen VR-fähigen PC bilden.

Hier gibt es weitere Gaming-Ressourcen von Intel

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