Maker

RacerX: Schnellste Drohne der Welt fliegt mit 289 Kilometern pro Stunde

Laut Guinness-Buch der Rekorde ist RacerX der schnellste ferngesteuerte Quadrocopter der Welt. Dies könnte Drohnenrennen noch spektakulärer machen.

Das heulende Fluggeräusch von RacerX lässt an Formel-1-Motoren denken und zeigt deutlich, worum es bei der Drohne geht: Geschwindigkeit. Mit der nun erreichten Bestmarke von 289 Kilometern pro Stunde ging das Fluggerät ins Guinness-Buch der Rekorde ein. Damit ist die nur 800 Gramm schwere Drohne offiziell der schnellste batteriebetriebene und ferngesteuerte Quadrocopter der Welt.

„RacerX stellt den Höhepunkt jahrelanger technischer Entwicklungsarbeit unseres Teams von Weltklasse-Ingenieuren dar“, erklärt Nicholas Horbaczewski, Gründer und Geschäftsführer der Drone Racing League (DRL). Für den Rekord musste ein DRL-Pilot den Quadrocopter im Beisein eines Guinness-Mitarbeiters eine 100 Meter lange Strecke fliegen lassen. Weil dabei Hin- und Rückweg zählten, wurde aus den Höchstgeschwindigkeiten beider Strecken der Durchschnitt errechnet. Damit beträgt die offiziell eingetragene Rekordleistung 263 Kilometer pro Stunde.

Steuerung von RacerX aus der Ich-Perspektive

Weil es bei hohen Geschwindigkeiten schwerfällt, Drohnen per Sichtkontakt vom Boden aus zu steuern, verfügt RacerX über eine Bordkamera. Diese überträgt ihr Bild an die Videobrille des Piloten, der dadurch aus der Ich-Perspektive lenken kann. Als gängige Steuermethode für Renndrohnen kommt diese Technik auch in anderen Modellen von DRL zum Einsatz. So müssen die Piloten bei Wettkämpfen nicht den gesamten Parcours einsehen können, um den diversen Hindernissen auszuweichen.

Die Kamera in der Mitte von RacerX hilft dem Drohnen-Piloten beim Steuern.
Die Kamera in der Mitte von RacerX hilft dem Drohnen-Piloten beim Steuern. Bild: RacerX – Drone Racing League

Letzteres beherrschen Drohnen wie die Yuneec Typhoon H dank Intel RealSense-3D-Kameras zwar längst selbstständig. Doch ein Teil der Anziehungskraft der Rennen liegt für das wachsende Publikum auch in der Möglichkeit, spektakuläre Zusammenstöße zu sehen. In dieser Hinsicht könnte RacerX aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit die Erwartungen in Zukunft noch weiter steigern. Im Gegensatz zur Formel 1, wo das Streben nach neuen Bestzeiten die Fahrer gefährdet, ist bei Quadrocopter-Wettkämpfen jedoch bloß mit zerstörten Fluggeräten und Strecken zu rechnen.

Cover-Foto: RacerX – Drone Racing League

Artikel empfehlen

Zugehörige Themen

Maker Sport

Als Nächstes lesen

Read Full Story