Gesundheit

Sleep smart: 7 Gadgets für einen besseren Schlaf

Schnell einschlafen und erholt aufwachen – wer davon bislang nur träumt, sollte sich die folgenden sieben digitalen Schlaf-Helfer einmal genauer ansehen.

Vor dem Schlafengehen noch eine Folge der Lieblingsserie bei Netflix schauen oder noch kurz den Facebook-Feed checken? Meist sind die elektronischen Geräte eher dafür zuständig, uns den dringend benötigten Schlaf zu rauben. Doch moderne Computertechnik wird immer mehr auch dafür eingesetzt, unsere Schlafqualität zu erhöhen.

Die smarten Produkte reichen längst über reine Schlaf-Tracker hinaus. Vernetzte Ohrstöpsel, intelligente Matratzen und Anti-Schnarch-Gadgets versprechen, das Beste aus der Nachtruhe herauszuholen. Sie überwachen die Luftqualität, messen unseren Puls und wecken uns entsprechend unseres Biorhythmus mit sanftem Licht und natürlichen Klängen. Wer sich wie die Hälfte der Deutschen morgens meist gerädert und unausgeschlafen fühlt, sollte sich also vielleicht technische Hilfe holen.

Hush: Die Ohrstöpsel mit Weckfunktion

Wenn Lärm uns am Einschlafen hindert, gibt es meist nur eine Lösung: Ohrstöpsel. Wer befürchtet, damit den Wecker am nächsten Morgen nicht zu hören oder am liebsten zu beruhigenden Klängen eindöst, ist mit den vernetzten Exemplaren von Hush gut beraten. Die Bluetooth-Plugs sind mit dem Smartphone verbunden und können neben sanftem Wasserplätschern oder Weißem Rauschen auch den eingestellten Alarm abspielen. Das hat zudem den Vorteil, dass weitere Personen im Zimmer nicht durch lautes Weckerklingeln geweckt werden.

Die kabellosen Ohrstöpsel sind per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Bild: Hush Technology Inc.
Die kabellosen Ohrstöpsel sind per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Bild: Hush Technology Inc.

Die kabellosen Stöpsel bestehen aus klangeliminierendem Schaumstoff und passen sich dank unterschiedlicher Aufsätze jeder Ohrform an. Über die App kann individuell konfiguriert werden, welche Notifikationen gehört und welche über die Nacht stumm geschaltet werden. Die Ohrstöpsel lassen sich einfach in der dazugehörenden handlichen Box aufladen, die auch als Notfallakku fürs Handy dient. Und geht ein Hush-Plug einmal verloren, kann er über die App einfach getrackt werden. Eine neue, verbesserte Generation soll Mitte 2017 auf den Markt kommen.

Illumy: Die smarte Schlafbrille

Auch Licht und Dunkelheit haben einen großen Einfluss auf unser Schlafverhalten. Zuviel Helligkeit hindert uns am Schlafen, in einem stockdunklen Raum hingegen fällt das Aufwachen schwer. Solcher Herausforderungen nimmt sich die smarte Schlafbrille Illumy an: Zum Einschlafen erzeugt sie warmes Licht mit einem hohen Rotanteil, das entspannt und schläfrig macht und dessen Intensität kontinuierlich abnimmt. Morgens steigt die Helligkeit langsam wieder an und weckt den Träger so weitaus sanfter und natürlicher als ein laut klingelnder Wecker.

Besonders praktisch ist die Brille, da sie auch auf Reisen mitgenommen werden kann und zum Beispiel im Flugzeug hilft, etwas Schlaf zu finden. Weckzeiten und unterschiedliche Zeitzonen können in der App eingestellt werden und auch der Alarm des Smartphones kann mit der Anwendung synchronisiert werden. Für einen bequemen, druckfreien Sitz sorgen ein weicher Stoffbezug und ein stufenlos verstellbares Band. Die neueste Variante GTS-3000 soll ab März über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo erhältlich sein.

Sense: Das Schlaflabor für Zu hause

Das sensorbasierte Schlafüberwachungssystem Sense erfasst sämtliche Faktoren, die unseren Schlaf beeinflussen. Dazu gehören Temperatur, Helligkeit, Geräuschpegel, Luftfeuchtigkeit und Luftpartikel wie Pollen oder Hausstaub. Sense besteht aus einer futuristisch wirkenden, kugelförmigen Basisstation und einem Bewegungssensor, der am Kopfkissen befestigt wird und der die unterschiedlichen Schlafphasen ermittelt. Die gesammelten Daten können über eine Smartphone-App eingesehen werden. Anhand der Statistiken lässt sich etwa erkennen, ob es eher die zu niedrige Zimmertemperatur oder der zu hohe Geräuschpegel war, der für unruhigen Schlaf gesorgt hat.

Der Schlaftracker Sense macht sich auch gut als Dekoobjekt. Bild: Hello Sense
Der Schlaftracker Sense macht sich auch gut als Dekoobjekt. Bild: Hello – Sense

Das selbstlernende System ermittelt über die Zeit die optimalen Schlafbedingungen und empfiehlt darauf basierend beispielsweise die Temperatur zu senken oder das Schlafzimmer mehr abzudunkeln. Die intelligente Alarmfunktion weckt den Nutzer mit einem sanften Klang und passt die Weckzeit den ermittelten Schlafphasen an. Seit Kurzem gibt es ein neues Modell mit Spracherkennung, das bislang allerdings nur in den USA erhältlich ist.

Balluga: Das interaktive Bett

Wer gleich sein ganzes Bett per App steuern will, kommt mit Balluga auf seine Kosten. Die smarte Schlafstätte besteht aus einer Schaumstoffmatratze mit steuerbaren Luftkammern, deren Härte individuell eingestellt werden kann. Zusätzlich ist ein Belüftungssystem integriert, das je nach Bedarf und Jahreszeit warme oder kühle Luft durch die Matratze leiten kann und so die ideale Schlaftemperatur erzeugt. Vorteil: Bei Doppelbetten kann jede Hälfte individuell eingestellt werden, so dass auch Frostbeulen und Hitzköpfe keine Kämpfe um die Raumtemperatur mehr ausfechten müssen.

Die im Bett integrierten Sensoren überwachen anhand von Bewegungen auch die Schlafphasen sowie die Raumbedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit oder Lautstärke. Der Geräuschsensor erkennt zudem, wenn jemand schnarcht und bewegt das Kopfteil desjenigen leicht, so dass das Schnarchen aufhört, die Person davon aber nicht aufwacht. Ein nettes Gimmick ist auch die Massagefunktion, die bestimmte Druckpunkte wie Nacken, unterer Rücken oder Waden lockern soll und die dank Timer auch beim Einschlafen oder beim Aufwachen helfen kann. Balluga kann aktuell über die Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter unterstützt und vorbestellt werden, die weltweite Auslieferung ist ab März 2017 geplant.

Nora: Das Anti-Schnarch-Kissen

Ein nächtlicher Störfaktor, der sich leider meist nicht so leicht eliminieren lässt, ist ein schnarchender Zimmergenosse. Gut, dass es inzwischen eine Reihe an Hilfsmitteln gibt, die sowohl dem Schnarcher als auch dem Partner eine erholsamere Nachtruhe verschaffen. Das Anti-Schnarch-Gadget Nora kommt ganz ohne direkt am Körper getragene Komponenten aus. Die Lösung besteht aus einem Kissen-Inlay mit Luftpumpe, dem dekorativen Geräuschsensor „Pebble“ und einer Transporttasche.

Die Technik des Schlaf-Gadgets Nota verbirgt sich in der dekorativen Filzbox. Bild: Smart Nora - (Montage)
Die Technik des Schlaf-Gadgets Nota verbirgt sich in der dekorativen Filzbox. Bild: Smart Nora(Montage)

Sobald das System ein Schnarchgeräusch erfasst, wird lautlos etwas Luft in die Kissenunterlage gepumpt. Dadurch wird die Kopflage des Betroffenen leicht verändert und die entspannte Rachenmuskulatur, die das Schnarchen verursacht, wieder aktiviert. Die Bewegungen des Kissens sind dabei so gering, dass sie kaum bemerkt werden und der Schlafende nicht davon aufwacht. Nora lässt sich an jede Kissengröße anpassen und eignet sich auch für Seiten- oder Bauchschläfer. Die persönlichen Schlaf- und Schnarchmuster können über die App eingesehen werden, das System funktioniert aber auch ohne Smartphone-Anbindung.

iBand+: Die Traummaschine

Dieses Gadget will nicht nur für einen erholsamen Schlaf sorgen, mit dem iBand+ sollen unsere kühnsten Träume wahr werden. Das kabellose Kopfband misst mittels Sensoren nicht nur Herzschlag, Körpertemperatur und Bewegungen des Trägers, sondern auch dessen Hirnströme. Ein selbstlernender Algorithmus wertet die Daten aus und nutzt diese Information, um die Schlafqualität anhand verschiedener audio-visueller Signale zu verbessern.

Beispielsweise soll die Simulation eines natürlichen Sonnenaufgangs und dazu passender Klänge ein leichteres und erholtes Aufwachen bewirken. Zusätzlich will das iBand+ aber auch sogenannte Klarträume ermöglichen. In diesen ist sich der Schlafende bewusst, dass er träumt und kann das Geschehen und die Umgebung in seinem Traum somit selbst beeinflussen. Das Schlaf-Wearable kann aktuell über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo vorbestellt werden. Ausgeliefert wird das iBand+ voraussichtlich zwischen Juni und September 2017.

Sleep Genius: Die App, die Astronauten schlafen lässt

Die Smartphone-App Sleep Genius bedient sich eines klassischen Einschlaf-Mittels, das auch bei Kleinkindern traditionell gut funktioniert: Musik. Die Melodien entstammen jedoch keinem Liederbuch, sondern wurden in jahrelanger Forschungsarbeit entwickelt. Denn ursprünglich diente das Programm der NASA dazu, den Schlaf der Astronauten zu verbessern.

sleep-gif
Gif: Youtube – Sleep Genius

Nach der Installation stehen in der Anwendung (für iOS und Android) drei verschiedene Schlafprogramme bereit. Dabei können sowohl individuelle Einschlafdauer als auch gewünschte Weckuhrzeit eingestellt werden. Per In-App-Kauf lassen sich weitere Musikstücke sowie eine Power-Nap-Funktion nachrüsten. Diese verspricht einen erholsamen Kurzschlaf für alle, die auch tagsüber einmal kurz Energie tanken wollen.

Artikel empfehlen

Zugehörige Themen

Gesundheit Lifestyle Technische Innovation

Als Nächstes lesen

Read Full Story