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Tanz mit dem virtuellen Ich: Intel RealSense eröffnet neue kreative Dimension

In einer beeindruckenden Solo-Performance verbindet Paige Fraser zeitgenössischen Tanz mit moderner Technik. Dank Intel RealSense werden ihre Bewegungen auf eine weitere Ebene projiziert und schaffen damit eine ganz neue Dimension.

Paige Fraser war schon immer ein Mädchen mit viel Temperament. Gerade vier Jahre alt geworden, meldete ihre Mutter, die im New Yorker Stadtteil Bronx in der Nähe eines Tanzstudios arbeitete, sie zum Ballettunterricht an. Dieser Tag sollte Paige Frasers Leben für immer verändern, denn es war jener, an dem sie ihre Berufung fand.

Heute ist Fraser Profitänzerin. In der von ihrer Schule aufgeführten Version von Tschaikowskis Ballett “Der Nussknacker” tanzte die heute 24-jährige Jamaikanerin als erste Afroamerikanerin die Rolle der Klara. Sie ging mit der renommierten Truppe Ailey II auf Welttournee und ist Gründungsmitglied der Visceral Dance Company, eines Studios für zeitgenössischen Tanz in Chicago.

Eine Karriere mit Hindernissen

Mit zwölf Jahren wurde bei ihr die Krankheit Skoliose festgestellt

Während Frasers heutiges Leben ist in jeder Hinsicht von Erfolg gekrönt ist, hat sie auch dunkle Zeiten erlebt, in denen sie dachte, ihre Welt würde zusammenbrechen. Als sie zwölf Jahre alt war, wurde bei ihr Skoliose diagnostiziert, eine Krankheit, die zu einer starken Verkrümmung der Wirbelsäule führt. Die Ärzte teilten ihr mit, dass eine Karriere als Profitänzerin damit nicht mehr möglich sei.

„Für mich war diese Situation erschütternd und verwirrend“, erinnert sich Fraser. Um die Wirbelsäule zu stützen, musste sie fortan in der Schule und beim Schlafen ein Korsett tragen. Doch noch mehr Angst machte ihr, dass die Mediziner ihr zu einer Operation rieten, bei der Metallstäbe in ihren Rücken eingesetzt werden sollten.

Glücklicherweise fanden ihre Eltern einen Chiropraktiker, der bereits mit vielen Tänzern arbeitete und ihr eröffnete, dass ein operativer Eingriff nicht der einzige Ausweg sei. Seine Methode würde jedoch harte Arbeit, Engagement und viel Durchhaltevermögen erfordern. Die Frasers hatten aber keinen Zweifel, dass ihre Tochter dazu in der Lage sei.

Verschmelzung von Kunst und Technik

18 RealSense-Kameras kreieren ein transzendentes Spiegelbild

Um diese inspirierende Geschichte auf ganz besondere Art zu erzählen, tat sich Intel im vergangenen Jahr mit Paige Fraser, dem Choreographen Tone Talauega und den Mirada Studios zusammen. Mit Hilfe von mit Intel Core Prozessoren der sechsten Generation ausgestatteten PCs sowie 18 Intel RealSense Kameras gelang es dem Team, ein transzendentes Spiegelbild von Fraser zu erschaffen, das ihren Tanzbewegungen folgt. Die Performance konnten Besucher auf der Spotlight-Bühne im Rahmen der Consumer Electronics Show 2016 erstmals live miterleben.

Seine Erfahrung als Choreograph stellte Tone Talauega bereits in seinen Kooperationen mit Künstlern wie den Backstreet Boys, Jennifer Lopez, Chris Brown und Pink unter Beweis. In seiner Choreographie zu Paige Frasers Geschichte verlieh er ihr eine einzigartige Ausdrucksform: Fraser beginnt ihre Performance in gebückter Haltung und mit abstrakten Posen, die ihren Kampf mit der Erkrankung darstellen. Allmählich aber geht ihre Darstellung über in einen kraftvolleren, athletischen Tanz, bei dem sie ihr Korsett abstreift und sich von ihren Ängsten befreit.

„Dieser Ansatz bietet unglaubliche Möglichkeiten, um das Potenzial menschlicher Kreativität mit dem Leistungsvermögen von Technik zu verbinden“, erklärt Talauega. „Wir überwinden die Grenzen des bislang Möglichen. Wenn wir herausfinden, wie wir Menschen und Technik zusammenbringen können, wird unsere Zukunft geradezu erstrahlen.“

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Computertechnik als Erzählwerkzeug

Die Spezialeffekte eröffnen eine neue Dimension

„Wir nutzen Computertechnik als Werkzeug, um diese Geschichte zu erzählen“, erklärt Andy Cochrane, Digital Director der Mirada Studios. Ziel der Profis war es, die narrative Ebene des Tanzes durch in Echtzeit erzeugte Spezialeffekte zu erweitern. Cochrane betont, dass bei der Darstellung von Frasers Kampf besonders großer Wert darauf gelegt wurde, dass die Zuschauer die Geschichte emotional nachempfinden können. Die Intel RealSense-Technik sei dabei eine Möglichkeit, die Welt auf eine vollkommen neue Weise wahrzunehmen: „Sie ist wie ein Paar neuer Augen.“

Auch für Paul Tapp, Director of Technology für Intel Marketing, bietet die Intel RealSense-Technik in der Tanzkunst die Fähigkeit, eine zusätzliche Dimension zu eröffnen. „Dieses Projekt bietet ein ungeahntes Potenzial, um die Kreativität von Tänzern anhand der RealSense-Technik und High-Performance-Computing zu entfesseln“, sagt er begeistert. „Und dabei beginnen wir gerade erst, die Möglichkeiten dieser Technik zu nutzen.“

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Eine virtuelle Tanzpartnerin

Die Projektion ist für Frazer wie ein früheres, zweites Ich

Für Paige Fraser, die in ihrem von Wettbewerb geprägten Beruf viele Höhen und Tiefen erlebt hat, ist die projizierte virtuelle Tanzpartnerin wie ein früheres, zweites Ich, das gemeinsam mit ihr tanzt. Auf der Projektionsfläche fallen während der Performance riesige Blöcke um sie herum zu Boden, die sie mit kraftvollen Tritten und dramatisch wirkenden Stößen scheinbar zertrümmert. Währenddessen verfolgt ihr im Hintergrund projiziertes Double jede ihrer Bewegungen und scheint ihr bei ihren mutigen Taten helfend zur Seite zu stehen.

 

„Für mich fühlt es sich beinahe so an, als ob mein Innerstes mit mir tanzen würde“, sagt Fraser und fügt hinzu, dass die durch die RealSense-Technik dargestellte Tänzerin ihren Kampf mit der Krankheit verkörpert und zeigt, wie sie ihren Schicksalsschlag überwindet. Die Performance soll auch die Botschaft für andere Sportler und Tänzer beinhalten, ihre Leidenschaft trotz aller Hindernisse und Ängste weiterzuverfolgen. Paige Fraser selbst legt so viel Emotion in ihren Tanz, dass sie manchmal beinahe das Gefühl habe, den Boden unter den Füßen zu verlieren und an ihre Grenzen zu gehen.

„Die RealSense-Tänzerin ist der Geist, den ich stets in mir trage“, fügte sie hinzu. „Sie ist diese leise Stimme in mir, die mich ermutigt und anspornt … und sie ist eine Bestätigung der Stärke, die ich in mir habe. Wenn ich dieses Solo tanze, kann ich loslassen und mich völlig frei fühlen.“

 

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