Umweltschutz: Fünf Hightech-Projekte für eine bessere Zukunft

Dank Technik können wir die Welt verstehen und zudem erhalten. Nachfolgend werden fünf Projekte präsentiert, die ihren Teil zum Umweltschutz beitragen.

Drohnen könnten bald eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Wilderer spielen. Dafür soll das Air-Shepherd-Programm von Neurala und der Lindbergh Foundation sorgen. In dessen Rahmen sollen die unbemannten Luftfahrzeuge als fliegende Hirten die Pläne bewaffneter Gangs zu durchkreuzen, die ganze Elefanten- und Nashornherden jagen und töten.

Neurala ist Spezialist für Deep Learning und hat bereits mit dem französischen Konzern Parrot zusammengearbeitet. Gemeinsam haben die Unternehmen Drohnen entwickelt, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet sind. Auf diese Weise sind sie in der Lage, die Wege der Herden zu verfolgen und Behörden zu warnen, sollten sich Wilderer nähern.

Géosciences Rennes: Teleskope für Vulkane

Als die ersten Teilchenbeschleuniger gebaut wurden, geschah dies tief unter der Erde, um die Einflüsse kosmischer Strahlen zu umgehen. Die Beteiligten wussten jedoch noch nicht, wie hoch das Durchdringungsvermögen von Myonen ist. Denn die kosmischen Partikel können selbst mehrere Dutzend Meter Stein durchdringen. Dieses Energiepotenzial wurde bereits genutzt, um die Pyramide von Khafre ähnlich wie mit Röntgenstrahlen zu untersuchen.

Das Myon-Teleskop behält den Soufrière-Vulkan im Auge.
Das Myon-Teleskop behält den Soufrière-Vulkan im Auge. Bild: D. Gibert, Géosciences Rennes/CNRS Photothèque

Jetzt wird es für Teleskope des Labors von CNRS Géosciences Rennes/Universität Rennes 1 eingesetzt. Die sechs Myon-Teleskope untersuchen den Soufrière-Vulkan, um Veränderungen in der Dichte der Materialien im Auge zu behalten, die das Innere des Vulkans bilden. Dank der hohen Qualität der Ergebnisse können die Teleskope nun in das Beobachtungsnetzwerk für La Soufrière aufgenommen werden.

Muadib: Das Kreuzfahrtschiff für die Wüste

Muadib ist ein Konzeptfahrzeug, das Wüsten und andere karge Landschaften durchqueren soll. Hinter seiner Entwicklung steckt die Denkfabrik Imaginactive. Seit 2013 arbeitet dieses informelle Entwicklerteam an verschiedenen Projekten, durch die künftige Transportmöglichkeiten für verschiedene Einsatzbereiche entstehen sollen.

Umweltschutz in der Wüste: Mit Mudadib durchqueren Forscher unwirtliche Landschaften.
Umweltschutz in der Wüste: Mit Mudadib durchqueren Forscher unwirtliche Landschaften.

Der Name Muadib ist von den Wüstenmäusen aus dem Roman Dune inspiriert. Das Fahrzeug ist eine Art selbstversorgendes Wüstenkreuzfahrtschiff, das das Studium unwirtlicher Lebensräume ermöglicht. Es kann ein ganzes Team von Wissenschaftlern inklusive deren Ausrüstung beherbergen. Dazu kommen noch Einsatzmöglichkeiten im Tourismusbereich.

Gezeitenturbine: Stromerzeugung unter dem Meeresspiegel

Die Gezeitenturbine Paimpol-Bréhat befindet sich 35 Meter unter dem Meeresspiegel in der Bretagne. Dort verwandelt sie Wasserkraft in Strom, indem sie die Energie der Gezeitenwechsel nutzt. Das 2008 ins Leben gerufene Projekt ist nun abgeschlossen und wird ab 2019 Strom für 3.000 Haushalte liefern.

Tara: Umweltschutz auf den Weltmeeren

Bereits seit 13 Jahren organisiert die von Agnès B. und Étienne Bourgois gegründete Tara Foundation weltweite Meeresexpeditionen mit dem Segelschiff Tara. Hinter dem Design von Tara – vormals Antarctica – steht Jean-Loup Étienne. Das Schiff kann den extremsten Wetterbedingungen trotzen. Auf den elf bereits durchgeführten Expeditionen konnte die Organisation zahlreiche wissenschaftliche Projekte umsetzen und auch noch Kunst- und Bildungsprojekte verwirklichen.

Die Tara hat den Hafen von Lorient im Mai 2016 verlassen und ist nun auf Kurs nach Asien und Ozeanien. Bis zur Rückkehr 2018 wird sie auch den amerikanischen Kontinent besuchen. Im Zentrum dieser Ozeanexpedition steht die Untersuchung von Korallenriffen, die durch die globale Erwärmung bedroht sind. Dank der Webseite der Organisation können Interessierte sich täglich per Podcasts, Videos und Karten in Echtzeit über die Expedition auf dem Laufenden halten.

 

Cyrille Baron

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