Die Zukunft der Wearables

Walk this way: So sehen die Schuhe der (nahen) Zukunft aus

Marek Hoffmann Autor, Hemd & Hoodie

Die guten Vorsätze für das neue Jahr werden zwar traditionell erst in der Silvesternacht verkündet. Aber bereits nach den Weihnachtstagen könnte oft schon damit begonnen werden, einige von ihnen umzusetzen. Dazu zählt vor allem „Mehr Sport treiben“ – die von uns Deutschen mit 25 Prozent am häufigsten geäußerte Absichtserklärungen für 2016.

Und damit sich diese sich nicht als bloßer Wunschtraum und damit direkt als Nullnummer entpuppt, bieten sich zur Motivationssteigerung und Leistungsmessung neben einem Fitness- und Schlaftracker wie der Basis Peak auch die entsprechenden – vernetzten – Laufschuhe an. Während diese darauf ausgelegt sind, Sportdaten zu sammeln und auszuwerten, punkten andere Treter der Zunft mit Sohlen, die die Füße nicht nur sanft umschmeicheln, sondern buchstäblich im Handumdrehen aufheizen. Und wer mehr Wert auf einen coolen Look legt, kann sich den bei smarten Schuhen mit komplett individuellem Display direkt selbst gestalten.

Lechal: der erste Schuh mit GPS-Funktion

Geheimnis steckt in haptischer Kapsel mit Bluetooth

Das vom indischen Startup Ducere entwickelte Schuh-Modell „Lechal“ sammelt über eine Smartphone-App die wichtigsten Informationen über die sportlichen Leistungen und die Fitness seines Trägers. So werden unter anderem die Anzahl der Schritte und die Menge der verbrannten Kalorien gezählt sowie die zurückgelegte Strecke gemessen. Der Clou im Schuh ist allerdings ein integriertes GPS-System! Es ist die perfekte Lösung für alle, die über einen schlechten Orientierungssinn verfügen oder beispielsweise aufgrund von Reisen häufig an fremden Orten ihre Runden drehen.

lechal

Um das Feature zu nutzen, muss nur der Bestimmungsort in die App eingegeben werden – anschließend kann der Läufer dann buchstäblich blind seinen Schuhen folgen. Verbunden mit Google Maps vibriert der linke Lechal-Schuh, wenn sein Besitzer nach links abbiegen muss, und der rechte, wenn er in die andere Richtung abschwenken soll. Die flachen Schuhe in modernem Design sind auch als Ballerinas oder einfach nur als Sohlen erhältlich. Das Geheimnis ihrer Technologie steckt in einer haptischen Kapsel mit Bluetooth-Verbindung, die in jedem Schuh angebracht wird.

Digitsole: eine intelligente wärmeregulierende Sohle

Füße können bis auf 45 Grad erwärmt werden

Eine Empfehlung für Gipfelstürmer und all jene, die kälteempfindlich sind und ungern frostige Füße haben: „Warm Series“. Die smarten Sohlen von Digitsole können in jedes beliebige Paar Schuhe eingelegt werden und sind mit einem Thermostat und einer Bluetooth-Verbindung ausgestattet. Hierdurch können sie mittels App individuell auf die unterschiedlichen Fuß-Bedürfnisse und äußeren Witterungsverhältnisse eingestellt werden.

Warmseries

Die verwendete Technologie ist dabei voll und ganz auf Komfort und Gesundheit ausgerichtet. Die Sohlen können die Füße bis auf eine Temperatur von 45 Grad erwärmen und die genaue Anzahl Schritte, die verbrauchten Kalorien und die Höhe der Position über dem Meeresspiegel messen. Wer sich eine solche mobile Fußbodenheizung gerne zulegen möchte – Gerüchten zufolge sollen die Temperaturen in Deutschland irgendwann doch noch unter den Gefrierpunkt fallen –, kann sie über die Webseite von Digitsole zu einem Preis von 199 Euro beziehen.

ShiftWear: die personalisierbaren Sneaker

Dynamischer Look durch Verwendung von GIFs

„Heutzutage möchte jeder seinen ganz individuellen Stil pflegen, und wir kommen diesem Wunsch unserer Kunden nach.“ – Wie ernst es das New Yorker Startup ShiftWear mit dieser Aussage meint, eröffnet sich erst bei näherer Betrachtung seines futuristischen Schuhs, der an eine Light-Version des “Shift“-Konzepts von Rehabstudio erinnert. Denn durch einen Klick auf das Smartphone lassen sich die Sneaker komplett individuell gestalten und unendlich verändern. Hierzu kann mittels App entweder ein beliebiges Bild auf die Schuhe gezaubert oder – für einen dynamischeren Look – auch ein GIF verwendet werden. Die Bilder erscheinen dann auf den Seitenwänden der Sportschuhe, die über zwei E-Paper-Displays verfügen.

Dank der in ihnen zum Einsatz kommenden Technologie konsumieren die Displays kaum Strom und sind weich wie Stoff. Trotz ihrer High-Tech-Ausstattung sind die Schuhe aber gleichzeitig wasserfest und lassen sich daher bedenkenlos in die Waschmaschine stecken. Die Stromversorgung erfolgt über ein System, das beim Laufen aktiviert wird. Nachdem ShiftWear sein Projekt auf der Crowdsourcing-Plattform Indiegogo lancierte, kam innerhalb von nur einer Woche eine Finanzierungssumme zusammen, die 735 Prozent des angestrebten Betrags ausmachte. Im nächsten Herbst sollen die Sneaker auf den Markt kommen und dann in einer niedrigen, mittleren und hohen Ausführung erhältlich sein. Die erstgenannte Variante soll dann für etwa 150 Euro erhältlich sein.

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