Wissenschaft und Weihnachten: So funktioniert das perfekte Fest

Nicolas Meudt Autor, Hemd & Hoodie

Mit ein bisschen wissenschaftlicher Theorie ist leicht sichergestellt, dass Weihnachten dieses Jahr für alle der schönste Tag des Jahres wird.

Weihnachten ist unwissenschaftlich. Alle Jahre wieder kommen Menschen auf der ganzen Welt zusammen, um sich gegenseitig zu beschenken sowie gemeinsam zu essen, zu feiern und eine schöne Zeit miteinander zu verbringen. Die ganze Sache ist also letztlich höchst emotional. Und gerade deswegen kann ein bisschen Theorie erstaunlich viel zu einem gelungenen Fest der Liebe beitragen.

Dies beginnt schon bei der Dekoration des Weihnachtsbaums und der Fenster. Denn eine wichtige Rolle bei der Feier der Geburt des „Lichts der Welt“ spielen traditionell Lichterketten. Nicht selten sind diese aber, wenn sie nach einem Jahr wieder aus dem Karton geholt werden, nahezu hoffnungslos verheddert. Dafür gibt es zwei Gründe: Zunächst neigt das Kabel dazu, sich zu verknoten. Darüber hinaus kommen sich die Lichter gegenseitig in die Quere, was das Entflechten zusätzlich erschwert.

Das passende Geschenk finden

Wer Lichterketten möchte, die sich nicht ganz so schnell verwirren, sollte bereits beim Kauf darauf achten, dass sie möglichst kurz sind und die Kabel einen breiten Durchmesser haben. Auch das Material, aus dem die Ketten sind, ist von Bedeutung: Denn je flexibler dieses ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von Knoten. Eine in den letzten Jahren immer beliebter werdende Alternative sind darum Schläuche, bei denen die Lichter innen liegen. Wer seine alte Kette nun aber unbedingt behalten möchte, sollte sie vor dem Einpacken vorsichtig aufrollen, eventuell sogar um einen runden Gegenstand herum – mit etwas Glück lässt sie sich dann im kommenden Jahr einfach wieder abrollen.

Plätzchenduft und Lichterglanz – wenn da nur die vernknoteten Lichterketten nicht wären!

Sind Baum und Haus geschmückt, ist der nächste Punkt, bei dem Wissenschaft zu einem gelungenen Fest beitragen kann, die Wahl der Geschenke. Diversen Studien zufolge sollte dabei weniger auf Überraschungen gesetzt werden, als auf Aufmerksamkeiten, die sich der Empfänger selbst wünscht. Ebenfalls für Freude sorgen zweckmäßige Präsente, beispielsweise Küchenhelfer oder Kleidungsstücke, die über Monate oder sogar Jahre hinaus genutzt werden können. Weitaus Besser als ihr Ruf sind zudem Gutscheine, bei denen der Beschenkte selbst entscheiden kann, was er mit ihnen tun möchte.

Den perfekte Ablauf planen

Als reine Geldverschwendung erweisen sich der Studie „Money can’t buy love“ zufolge hingegen oftmals Gaben, für die viel bezahlt wurde – allerdings ohne vorher zu überlegen, ob dem Empfänger damit tatsächlich eine Freude gemacht wird. Für vergleichsweise wenig Freude sorgen zudem Geschenke, die im Namen einer anderen Person gemacht wurden, etwa eine Spende an eine Hilfsorganisation. Ein weiterer interessanter Fund: Entspricht ein Geschenk nicht dem Geschmack des Empfängers, wird die Enttäuschung umso größer, je aufwändiger es zuvor eingepackt wurde.

Wissenschaftlich erwiesen: Eine gute Verpackung macht noch lange kein gutes Geschenk.

Auch dazu, wie ein perfektes Weihnachtsfest ablaufen sollte, gibt es Untersuchungen. Mathematiker haben sogar eine Formel dazu erstellt. Im Prinzip besagt diese, dass der Tag ohne Fernsehen, Zocken und Smartphones verbracht werden sollte – und zwar mindestens bis zur alljährlichen Ansprache des Bundespräsidenten. Der Grund: Nach Einschätzung der Experten stören längere Blicke auf elektronische Geräte familiäre Gespräche und nehmen dem Tag so seine Besonderheit.

Den musikalischen Rahmen schaffen

Für den perfekten musikalischen Rahmen der Festlichkeiten könnte dieses Jahr „Love’s Not Just For Christmas” sorgen. Denn laut Wissenschaftlern ist er das „glücklichste Weihnachtslied“ der Welt. Der hauptverantwortliche Forscher begründet diese Aussage mit einer Analyse der 200 beliebtesten Weihnachtslieder 2016. Herausgekommen ist ein Song in D-Dur mit viel Glockenläuten, bei dem in rund dreieinhalb Minuten 21 mal das Wort „Weihnachten“ (englisch: Christmas) gesungen wird.

Kinder auf der ganzen Welt warten auf den Weihnachtsmann – Dank Positionsbestimmung erfahren sie, wo er gerade unterwegs ist. Bild: Norad – Norad- Erforsche den Nordpol (Screenshot)

Wer dann noch sicher gehen will, wo sich der Weihnachtsmann gerade befindet und wie viele Geschenke er schon zugestellt hat, der kann ihn und seine Rentiere auf einer speziellen Website live verfolgen. Der Live-Tracker der North American Aerospace Defense Command  (NORAD) ist ein mittlerweile digitalisierter, jährlicher Running Gag, der seinen Ursprung in einer falsch abgedruckten Telefonnummer in einer Zeitungsanzeige aus den 1950er Jahren hat. Und Tradition verpflichtet: Freiwillige arbeiten jedes Jahr an den 157 Telefonleitungen und Computern von NORAD, um Hunderte von Telefonanrufen, E-Mails und Tweets von aufgeregten Kindern zu beantworten, die sich fragen, wann der Weihnachtsmann bei ihnen ankommen wird. Schöner können sich Wissenschaft und Weihnachten wohl kaum ergänzen.

Artikel empfehlen

Zugehörige Themen

Als Nächstes lesen

Read Full Story